Vwaza Marsh Malawi Kasungu Nationalpark Likoma Island Liwonde Lake Malawi See Nyika Game Reserve

Vwaza Marsh Game Reserve

Das auf einer Höhe von etwa 1600 m liegende Vwaza Marsh Tierschutzgebiet bildet einen interessanten Kontrast zum Nyika Plateau. Der größte Teil des Tierschutzgebiets ist flach und mit Mopane Bäumen bewachsen; nur die östliche Seite ist hügelig. Das Gebiet der Vwaza Marsh selbst und der See Kazuni im Süden sind Feuchtgebiete, die eine Zuflucht für zahlreiches Wild und viele Vögel bieten.Vwaza Marsh Game Reserve Malawi

In dem fast 1000 qkm großen Schutzgebiet gibt es zwei Camps, das Kazuni Safari Camp und das sehr einfache und für Selbstversorger gedachte Kazuni Camp. Beide liegen am Ufer des Lake Kazuni.


Das Kazuni Safari Camp bietet 4 Rondavels mit Doppelbetten. Die Rondavels stehen auf einem Betonsockel. Die Wände bestehen aus stärkerem Schilf, das Dach ist riedgedeckt. Der anschließende Dusch- und WC-Teil ist aus Stein erbaut. Zum See hin sind die Schilfwände nur etwa einen Meter hoch, die Öffnungen können nachts mit einem Rollo verschlossen werden. Vor dem Raum gibt es zwei bequeme Sessel, so dass man sogar vom Rondavels aus Tiere beobachten kann.
Elektrizität gibt es nicht. Zur Beleuchtung dienen Paraffinlampen und Kerzen.
Die Mahlzeiten, die im Preis inbegriffen sind, werden in einem offenen Rondavel eingenommen.
Norden von Malawi
Flora und Fauna in der Vwaza Marsh
Obwohl das Tierschutzgebiet gar nicht so groß ist, bietet es doch nach Auffassung vieler Reisender mit die besten Möglichkeiten zur Tierbeobachtung in Malawi.

Hier leben Elefanten, Flusspferde, Büffel, Kudu, Impala, Bushbuck, Warzenschwein, Paviane, Pukus und Lichtensteins Kuhantilope. Zu sehen gibt es auch, aber seltener Pferdeantilopen. Riedbock und Ginsterkatze, Klipspringer, Elenantilopen und Rappenantilope kommen ebenfalls vor, werden aber nicht regelmäßig gesichtet. Abgesehen von Elefanten, Büffeln und Flusspferden ist die Zahl der hier lebenden Tiere nicht groß.

Zahlreich sind Wasservögel und Vögel im Uferwald zu sehen:
Milchuhu (giant eagle owl)
Webervögel (chestnut mantled sparrow weaver)
Kampfadler (martial eagle)
Nachtschwalbe (nightjar)
Rudeflügel (pennantwinged nightjar)
mehrere Eulenarten und viele andere.

Unser Eindruck:
Als wir das erste Mal in der Vwaza Marsh waren, gab es nur das sehr einfache Kazuni Camp für Selbstversorger mit einem Toilettenblock und Gemeinschaftsduschen. Das neue Safari Camp hat die Attraktivität der Vwaza Marsh ganz ohne Zweifel verbessert. Mit der neuen Landepiste wenige Minuten vom Camp entfernt ist das Gebiet nun auch wesentlich besser mit dem Kleinflugzeug von Chelinda oder von Msuzu aus zu erreichen.
Besonders beeindruckend waren die Elefanten und die Flusspferde. An jedem Abend während unseres Aufenthalts kamen mehr als 50 Elefanten direkt vor den Rondavels vorbei. Ein unvergesslicher Eindruck! Man braucht also nicht einmal das Camp zu verlassen, um Tiere beobachten zu können. Dennoch werden Tierbeobachtungsfahrten und Nachtfahrten angeboten.
Auch Büffel waren am gegenüberliegenden Ufer des Sees zu sehen.
Auch die Rondavels im Safari Camp sind einfach, aber dank der angeschlossenen Dusche und WC eine deutliche Verbesserung gegenüber dem alten Camp. Wenn man bedenkt, dass man sich die meiste Zeit wohl ohnehin im Freien aufhält, braucht man auch keinen großen Komfort, wobei das Safari Camp in einer solch abgelegenen Region gelegenen eigentlich schon Komfort genug ist.