Majetre & Lengwe Tierreservat & Nationalpark, Malawi

Majete & Lengwe – Tierreservat und Nationalpark

Lage und Lebensraum
Kurz bevor er zum Sternensee gelangte, musste David Livingstone gefühlt haben, dass die landschaftliche Schönheit am Fluss Shire entlang dafür entschädigte, dass er seine Reise den Sambesi hinab hatte abbrechen müssen. Die endlosen Stromschnellen und Wasserfälle im Gebiet des heutigen Majete-Tierreservats zwangen ihn dazu, seine Reise zum See zu Fuß fortzusetzen, dabei musste er jedoch in der eindrucksvollen Landschaft eine spiegelbildliche Darstellung seines eigenen schottischen Hochlandes gesehen haben, auch wenn in einem größeren - eben afrikanischen - Maßstab.

Den Mittelpunkt Majetes bildet seine östliche Grenze, wo die Kapichirafälle - eine rauschende, schäumende Kaskade am Fluss Shire - sechs Eisvogelspezies und dem wunderschönen Felsrebhuhn einen Lebensraum bieten. Der Fluß ist an dieser Stelle aber auch ein Paradies für jeden Angler: die Tigerfische tragen ihren Namen sowohl wegen ihres Aussehens als auch ihrer kämpferischen Fähigkeiten. Stromaufwärts von Kapichira befinden sich die Hamiltonfälle. Etwas weiter des Weges, in der Nähe der atemberaubenden Mpatamanga-Stromschnellen, gleich über dem Zusammenfluss des Shire und des Mkurumadzi, steht ein einfaches Camp zur Verfügung.

Weiter nördlich am Shire gibt es ein Plätzchen, das wie geschaffen ist für ein fürstliches Picknick, denn von hier aus kann man das Schauspiel der zwischen die Felsen gezwängten Flüsse beobachten, wie sie kraftvoll durch die Mpatamangaschlucht brechen.

Anreise 
Mit dem Kfz: von Blantyre (67 km) und Lilongwe (414 km) auf der geteerten Straße südlich in Richtung Chiromo; rechts hinter Chikwawa abbiegen und anschließend auf der ungeteerten Straße 19 km bis zum Eingang des Reservats fahren. Die Straßen des Reservats sind in der Regenzeit gesperrt.

Lengwe

Lengwe ist mit seinem offenen Laubwald und dem intensiven Dickicht der ideale Lebensraum für die hübsche Nyala-Antilope, die hier im nördlichen Abschnitt ihres begrenzten Territoriums zu finden ist. Während das gelblich rotbraune Fell der Weibchen durch schmale weiße Längsstreifen gekennzeichnet ist, weist das dunklere, leicht violettbraune Fell der Bullen etwas blassere Streifen auf. Die männlichen Tiere verfügen des weiteren über ein kräftiges, leierförmiges Geweih. Die Nyala teilen die Flusswaldlandschaft mit großen Büffelherden. Kudu und Impala finden sich in der Savanne, hingegen teilen Schirrantilope und das zarte kleine Livingstones Moschusböckchen das Dickicht mit prächtigen Vögeln wie dem Sagenhaften Buschwürger, dem Afrikanischen Breitschnabel und dem Haubenperlhuhn (hierbei handelt es sich um jenen seltenen Vogel mit der unmöglichen Beatle Frisur).

Dies ist die wahre Wildnis Afrikas. Es können Wanderungen in Begleitung von Führern in die abgelegenen westlichen Gebiete organisiert werden, wo Sandsteinvorsprünge einen weiten Ausblick über den Süden Malawis und Mosambik bieten.

Anreise
Mit dem Kfz: von Blantyre (77 km) und Lilongwe (424 km) auf der geteerten Straße südlich nach Chiromo; ca. 20 km südlich von Chikwawa nach Westen auf eine ungeteerte Straße einbiegen und nach 9 Kilometern an der T-Kreuzung erst nach links und dann nach rechts zur Parkeinfahrt abbiegen.