Kuhantilope Lichtenstein-Kuhantilope oder Lichtenstein Hartebeest Engl.: Red Hartebeest  Tiere Afrikas Säugetiere Vögel Wale deutsch-englische Bezeichnungen

Kuhantilope

Lichtenstein-Kuhantilope oder Lichtenstein Hartebeest
Engl.: Red Hartebeest
Lat.: Alcelaphus lichtensteini
Die Bezeichnung "hartebeest" kommt von den Buren Südafrikas, die auch die Kuhantilope jagten, sie aber nicht mit ihren Pferden erfolgreich hetzen konnten und sie deshalb "zähes Rind", "hartebeest", nannten.
Man unterscheidet im wesentlichen zwei Kuhantilopenarten:
- die eigentliche Kuhantilope (Alcelaphus buselaphus) und
- die Lichtenstein-Kuhantilope (Alcelaphus lichtensteini).

Vorkommen
Beide Kuhantilopen findet man in Afrika südlich der Sahara. Verhältnismäßig gesunde Populationen der Lichtenstein-Kuhantilope finden sich heute einzig noch in den ausgedehnten Miombo-Waldländern des südlichen Tansanias und Sambias.

Beschreibung
Schulterhöhe ca. 125 cm; Körpergewicht ca. 160 kg; Alter bis 20 Jahre; Schnelligkeit: 65 km/h; Hornlänge bis 66 cm.
Kuhantilopen können bis zu 70 und 80 km/h laufen und gehören damit zu den schnellsten Huftieren.
Beide Geschlechter tragen Hörner, Kühe haben längere, Männchen massivere Hörner.
Die nächsten Verwandten der Kuhantilopen sind das Weissschwanz- und das Streifengnu (Connochaetes gnou und Connochaetes taurinus), die Leierantilope und der Buntbock (Damaliscus lunatus und Damaliscus dorcas), die Hunter-Leierantilope (Beatragus hunteri) sowie die zierliche Impala (Aepyceros melampus), die auf den ersten Blick eher zur Sippe der Gazellenartigen (Antilopinae) zu gehören scheint.

Verhalten
Weibliche Tiere und ihre Jungen leben in Gruppen zusammen, die der männliche Nachwuchs nach etwa einem Jahr verlässt. Die geschlechtsreifen männlichen Tiere sind territorial. Sie verjagen alle männlichen Rivalen aus ihrem Stück Land und lassen nur die Weibchen mit dem Nachwuchs in der Hoffnung, sich paaren zu können, einziehen.

Ernährung
Kuhantilopen ernähren sich fas gänzlich von Gräsern. Sie haben ein spezialisiertes Gebiss, das ihnen bei der Nahrungsaufnahme erlaubt, die schwer verdaulichen Grashalme nicht abzubeissen, sondern durch die Zähne hindurch gleiten zu lassen, so dass nur die leichter verwertbaren Blattspreiten im Mund zurückbleiben.

Fortpflanzung
Nach einer Tragzeit von etwa acht Monaten bringen die Weibchen ihre Jungen zur Welt, die sich etwa einen Monat lang in dichter und unzugänglicher Vegetation versteckt halten und erst dann den Gruppen anschließen. Sobald sich die Hörner der Jungtiere ausbilden, beginnt die Entwöhnung, denn sobald die Jungen mit ihren Köpfen gegen die Zitzen ihrer Mütter stoßen, um den Milchfluss anzuregen, verursacht das den Müttern Schmerzen.