Kgalagadi Transfrontier Park, Botswana - Südafrika

Kgalagadi Tranfrontier Park

Botswana

Hier finden sie die Beschreibung des südafrikanischen Teils des Kgalagadi Transfrontier Parks.

Der grenzüberschreitende Kgalagadi Transfrontier Park besteht aus dem Kalahari-Gemsbok-Nationalpark auf südafrikanischer Seite und dem Gemsbok-Nationalpark auf botswanischer Seite.
Landkarte

Dieses Naturschutzgebiet in der Kalahari ist 3,6 Millionen Hektar = 36.000 qkm (1qkm = 100 ha) groß.  Zum Vergleich: Baden-Württemberg 35.751 qkm,  Hessen 21.114 qkm,Nordrhein-Westfalen 34.070 km.

Der Park ist nicht eingezäunt und erlaubt es so dem Wild, den alten Wanderrouten zu folgen, die fürs Überleben in der Wüste ungeheuer wichtig sind. Die Grenze zwischen Südafrika und Botswana folgt dem trockenen Flussbett des Nossob River.
Es gibt drei Hauptbereiche: das flache Talbett des Nossob River, die Wilderness Trails und das ehemalige Mabuasehube Tierschutzgebiet.

Um die empfindliche Fauna und Flora zu schützen, haben Botswana und Südafrika strenge Bestimmungen erlassen. Sie betreffen die Anzahl der Fahrzeuge, die Anzahl der Besucher und die Anzahl der Nächte, die Besucher auf einem Campingplatz verbringen dürfen. Eine frühzeitige Buchung ist daher notwendig.

Die Landschaft des Kgalagadi Transfrontier Park wird von alten, trockenen Flussbetten sowie farbreichen Sanddünen bestimmt; die Vegetation ist spärlich und besteht aus wenigen Bäumen und Büschen sowie Grasland. Trotz der harschen Lebensbedingungen gibt es zahlreiches Wild, das sich oft an den Wasserstellen an den ansonsten trockenen Flussbetten sammelt.
Der Kgalagadi Transfrontier Park ist Lebensraum für mehrere Antilopenarten wie Springbock und Oryxantilope (auch als Gemsbok bezeichnet), Kuhantilope (Hartebeest)  und Elenantilope (Eland); anzutrefffen sind auch Gnus, Löwen, Schakale und Hyänen. Außerdem gibt es Löffelhunde (bat-eared fox), den Kapfuchs und den Erdwolf, den man allerdings nur mit sehr viel Glück einmal zu sehen bekommt.

Der Kgalagadi Transfrontier Park hat auch Vogelliebhabern viel zu bieten, denn über 170 Vogelarten wurden nachgewiesen.

Die Landschaft im Kgalagadi Transfrontier Park wird zum Teil von außergewöhnlich großen Pfannen bestimmt.Drei dqavon liegen entlang des Hauptfahrwegs; es sind Bosobogolo, Mpayathutlwa und Mabuasehube, wohingegen andere, wie Leshologago, Khiding und Monamodi, durch Sandpisten mit den größeren Pfannen verbunden sind.
Jede Pfanne hat ihren eigenen Charakter. Der Boden der Mabuasehube Pfanne besteht aus bloßem Lehm, der reich an Salz ist und so zahlreiche Tiere anzieht, die ihren Bedarf an Mineralien decken. Die Bosobogolo Pfanne ist von kurzem, strauchartigem Gras bedeckt, das Antilopen als Nahrung dient, die ihrerseits wieder Löwen und andere Raubtiere anziehen.

Säugetiere im Kgalagadi Transfrontier Park

 African Striped Weasel
African Wild Cat
African Wild Dog (Painted Wolf)
Antbear (Aardvark)
Bat-Eared Fox
Black-Backed Jackal
Black-Tailed Tree Rat
Blue Wildebeest
Brant’s Whistling Rat
Brown Hyena
Bushveld Elephant-Shrew
Cape Golden Mole
Cape Hare Cape
Serotine Bat
Caracal 15
Chacma Baboon
Cheetah
Common Mole Rat
Damara Mole Rat
Desert Musk Shrew
Egyptian Free-Tailed Bat
Egyptian Slit-Faced Bat
Eland
Gemsbok
Giraffe
Grass Climbing Mouse
Grey Duiker
Ground Squirrel
Hairy-Footed Gerbil
Highveld Gerbil
Honey Badger
Kudu
Large-Eared Mouse
Leopard
Lion
Namaqua Rock Mouse
Pangolin
Porcupine
Pouched Mouse
Pygmy Mouse
Red Hartebeest
Round-Eared Elephant Shrew
Short-Tailed Gerbil
Silver (Cape) Fox
Slender Mongoose
Small Spotted Cat
Small-Spotted Genet
South African Hedgehog
Spotted Hyena
Springbok
Springhare
Steenbok
Striped Mouse
Striped Polecat
Suricate
Vervet Monkey
Warthog
Woosnam’s Desert Rat
Yellow Mongoose

Auf der Webseite von SANParks finden Sie auch eine detaillierte Beschreibung der Vogelwelt im Kgalagadi Transfrontier Park.

Vegetation im Kgalagadi Transfrontier Park
Auf dem trockenen Sandboden wachsen Dünengräser, und Akazien. Die Kameldornakazie bietet Tieren Schatten und und mit seinen Blättern und Früchten Nahrung. Akazien wurzeln sehr tief und können so tiefliegende Wasseradern erreichen. Der Schäferbaum, auch Stinkbusch genannt, lockt mit seinen Blüten nach Fäkalien riechenden Blüten Insekten an. Die Gemsbok-Gurken sind eine Abart der Melonen und dienen unter anderem Giraffen und Antilopen als Nahrung.

Hinweis
SANParks (die Verwaltung der Südafrikanischen Nationalparks -  South African National Parks) schreibt so nett, die Straßen im Park seien „not sedan friendly“, sprich: nicht für normale Pkws zu empfehlen. Oder in anderen Worten: Für den Kgalagadi Transfrontier Park empfiehlt sich ein 4x4 Fahrzeug.

Unserer eigenen Erfahrung nach kann man auf dem Hauptweg entlang des Nossob ganz gut mit einem normalen Pkw fahren, auf einigen Sandstraßen gehört selbst bei einem Fahrzeug mit mehr Bodenfreiheit etwas Mut, oder Leichtsinn, dazu, denn man kann dort jederzeit in tiefem Sand stecken bleiben, andere Wege sind definitiv nur mit einem Allradfahrzeug befahrbar.

Fazit: Wenn Sie den Kgalagadi Transfrontier Park mit seinen Sehenswürdigkeiten wirklich kennen lernen wollen, dann empfiehlt sich zweifelsohne ein 4x4 Allradfahrzeug.

Das gilt selbstverständlich besonders dann, wenn man den Nossob 4x4  Eco Trail oder den Leeudril 4x4 Loop befahren will. Die Links führen zu weiteren Informationen.

Im botswanischen Teil des Parks sind nur 4x4 Fahrzeuge zugelassen, außerdem müssen immer mindestens zwei Fahrzeuge zusammen fahren.

Grenzübertritt
Die durch den Park verlaufende Grenze kann von Besuchern ohne jede Grenzformalitäten in beiden Richtungen überschritten werden. Der Park darf jedoch grundsätzlich nur zu dem Land hin verlassen werden, von dem man in den Park hinein gefahren ist. Allerdings gibt es in dem Camp Twee Revieren sowohl einen südafrikanischen als auch einen botswanischen Grenzkontrollposten, so dass man dort die Grenzformalitäten erledigen kann, wenn man den Park im anderen Land verlassen will. Ein zweitägiger Aufenthalt im Park ist dafür die Voraussetzung.

Auf der botswanischen Seite ist die Parkinfrastruktur noch nicht so gut entwickelt wie auf der südafrikanischen Seite.
Im botswanischen Teil des Kgalagadi Transfrontier Parks gibt es bisher nur einige Campingmöglichkeiten.

Im südafrikanischen Teil des Kgalagadi Transfrontier Parks stehen den Besuchern mehrere kleinere und größere Camps zur Verfügung. Dazu gehören Twee Rivieren Rest Camp, Mata-Mata Rest Camp und Nossob Rest Camp.

Für die Fahrt vom Einfahrtstor in den botswanischen Teil des Parks in Tshabong bis zum Parktor Twee Rivieren braucht man etwa viereinhalb Fahrstunden, zum Parktor im Gebiet Mabuasehube etwa drei Stunden.

Kinder
Kinder unter 12 Jahren sind in keinem der Camps zugelassen.

Weitere Hinweise

Tragen Sie immer Schuhe an Sommerabenden, um Skorpionstiche zu vermeiden.

Halten Sie eine Not-Wasserversorgung von 10 Litern in Ihrem Fahrzeug. Im Falle einer Panne, bleiben Sie in Ihrem Fahrzeug - es ist der sicherste Platz.
Der Park ist ein Low-Risk-Malaria-Gebiet, aber suchen Sie Ihren Arzt auf.

Beim Fahren zwischen Restcamps, sollten Sie rechtzeitig abfahren, da nach Einbruch der Dunkelheit Fahren nicht erlaubt ist.

Geschäfte in Mata Mata, Nossob und Twee Revieren Camps verkaufen Grundnahrungsmittel. Außer in  den Geschäften von Twee Rivieren können keine Kreditkarten verwendet werden. 

Unter bestimmten Voraussetzungen ist Treibstoff in den wichtigsten Camps im Kgalagadi Transfrontier Park verfügbar.

Twee Revieren ist das einzige Camp mit Restaurant und öffentlichem Telefon (Karte und Münzen).

Es gibt Schwimmbäder bei Twee Revieren, Kalahari Tent Camps, Mata Mata und Nossob Camps.

Besucher müssen mit folgender Fahrzeit von Twee Revieren zu den anderen Camps planen:

Nossob: 4 ½ Stunden
Grootkolk: 7 ½ Stunden
Gharagab: Nicht möglich an einem Tag
Bitterpan: 6 ½ Stunden
Kieliekrankie: 1 ½ Stunden
Urikaruus: 2 ½ Stunden
Kalahari Tent Camp: 3 ½ Stunden
Mata Mata: 3 ½ Stunden

Wetter
Die Kalahari ist eine halb-trockene Region mit einem durchschnittlichen Niederschlag von 150 mm im Südwesten bis 350 mm im Nordosten. Die unregelmäßigen Regenfälle fallen meistens während dramatischer Gewitter, die Regenfälle zwischen November und April werden oft durch starke Winde und Staubstürme begleitet. Während der Wintermonate kann die Bodentemperatur 25°C niedriger als die Temperatur der Luft werden. Auch Bodenfrost ist möglich.

Der Zugang zum Park ist durch fünf Tore in drei verschiedenen Ländern zugänglich.
Von Südafrika Zugang ist durch das Twee Rivieren Gate, von Namibia durch das Mata-Mata Gate und aus Botswana Zugang durch das Mabuasehube Gate und das Kaa Gate.

Hilfreiche Links:

SANParks - Kgalagadi Transfrontier Park
Dort finden Sie auch eine recht detaillierte Landkarte.

Nossob 4x4 Eco Trail   
Leeudril 4x4 Loop


Landkarte nach oben

Kgalagadi Transfrontier Park Südafrika Botswana