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Geschichte von Kenya

Wahrscheinlich war bereits vor etwa 20 Millionen Jahren das Gebiet des heutigen Kenya bewohnt. Vor etwa 2,6 Millionen Jahren lebten hier der Homo habilis (geschickter Mensch) und der Homo erectus (der aufrechte Mensch).

Um ca. 2000 vor Christus kamen Kutschitisch sprachige Völker aus Nordafrika, insbesondere Äthiopien. Ihnen folgten arabische Händler ab dem ersten nachchristlichen Jahrhundert. Während des ersten Jahrtausends nach Christus kamen Nilotisch und Bantu sprachige Völker in die Region.

1837 unterwarf der Sultan von Oman (später: Zanzibar) die Küstenregion von Mombasa als Stützpunkt für die Sklavenjagd. Einige Jahre später drangen die deutschen Missionare und Afrikaforscher Johannes Rebmann (1820 bis 1876) und Johann Ludwig Krapf (1810 bis 1881) im Auftrag der Anglican Missionary Society von Mombasa aus ins Landesinnere vor und entdeckten den Kilimanjaro und den Mount Kenya.

Als erste Europäer kamen im 16. Jahrhundert die Portugiesen auf der Suche nach Gewürzen und einträglichen Handelsgeschäften an die Küste. Sie erbauten 1593 das Fort Jesus in Mombasa. Das Monopol der Araber auf den Handel auf dem Indischen Ozean war gebrochen. Allerdings gelang es den Arabern bis 1720 wieder, die Kontrolle über das Küstengebiet zurück zu erobern.
Mitte des 19. Jahrhunderts gewann die Region wieder an wirtschaftlichem Interesse für die Engländer und die Deutschen.

Im Jahre 1885 wurden die Besitzungen des Sultans von Zanzibar an der Küste deutsches Protektorat und Kolonie. 1888 kam die British East Africa Company nach Kenya. Deutschland übergab seine küstennahen Gebiete 1898 an die Briten.


1895 gründete die britische Regierung das Ostafrikanische Protektorat und gab 1902 das fruchtbare Bergland zur Besiedlung durch Weiße frei. 1920 wird das Gebiet des heutigen Kenya britische Kronkolonie. Die 1919 von den Kikuyu, dem größten und am härtesten von der Landwegnahme betroffenen Volk, gegründete politische Organisation "Kikuyu Association" (ab 1924 "Kikuyu Central Association" / KCA) fordert von Großbritannien politisches und wirtschaftliches Mitspracherecht sowie Landrückgabe an die schwarze Bevölkerung Kenyas.

Durch den von 1952 bis 1957 dauernden Mau-Mau Aufstand, in dem etwa 12 000 Menschen, davon etwa 100 Weiße umkommen, gelingt es, Großbritannien eine stufenweise Autonomie abzutrotzen, die zu den ersten freien Wahlen führt. Nachdem die "Kenya African National Union" unter Jomo Kenyatta die ersten freien Wahlen gewonnen hat, wird das Land am 12. Dezember 1963 im Rahmen des Commonwealth in die Unabhängigkeit entlassen. 1967 wird Daniel Arap Moi zum Vizepräsident von Kenya ernannt, und Kenya, Tanzania und Uganda bilden die East African Community.

Als 1978 Jomo Kenyatta stirbt, wird Daniel Arap Moi sein Nachfolger. Kritiker bezeichnen die Zeiten als Demokratur oder Präsidialdiktatur. 2002 schließlich gewinnt Mwai Kibaki als Anführer der oppositionellen Regenbogenkoalition u. a. mit dem Versprechen, die allgegenwärtige Korruption zu beenden, die Wahl. Moi dankt als einer der reichsten Männer der Welt ab. Inzwischen ist aber auch Kibaki umstritten, wie die Ablehnung des neuen Verfassungsentwurfs im November 2005 durch die Wähler zeigte.