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Kasanka Nationalpark

Der Kasanka Nationalpark liegt westlich des Luangwa Nationalparks, südlich des Lake Bengweulu und der Bangweulu Swamps. Mit 450 qkm ist es der kleinste Nationalpark Zambias. Er umfasst vier Flüsse und acht Seen, die in das Bengweulu Feuchtgebiet fließen. Zu den Landschaftsformen gehören Grassland, Sumpfland und Miombowald.
Zambia Osten North & South Luangwa Kasanka Nationalpark
Sehenswert ist die große Vielzahl an Vogelarten, darunter u. a. die Fischeule und Pygmyente. In den Sumpfwäldern von Kasanka lebt auch die seltene Sitatunga Antilope, die man allerdings nur mit sehr viel Glück zu sehen bekommt. Die Chancen Palmenflughunde (fruit bats) zu sehen, sind deutlich besser. Weiterhin gibt es Elefanten, Flusspferde, Krokodile, Gnus und Wasserböcke. Allerdings spollten Sie nicht erwarten, hinter jeder Biegung des Wegs große Tierherden zu sehen.
Als kleinere Raubtiere sind Karakal, Schakal, Zinetkatze, Otter und verschiedene Mungoarten zu sehen. Zwar gibt es inziwchen auch wieder Löwen, Leoparden, Servalkatzen, Hyänen. Hongidachs und die Afrikanische Wildkatze, aber sie alle sind noch relativ selten.

Kasanka Nationalpark Zambia

Obgleich der Park an sich bereits eindrucksvoll und besuchenswert ist, gibt es noch einige weitere Sehenswürdigkeiten. Dazu zählen das David Livingstone Memorial und die Nsala Caves.
Das David Livingstone Denkmal steht an der Stelle, an der der Missionar und Forscher seine letzte Reise beendete. Sein Herz ist unter dem Denkmal beerdigt.
In den Nsala Höhlen findet man einige der besten Felszeichnungen Afrikas. Die ältesten Kunstwerke sollen 20 000 Jahre alt sein.
Eine weitere Attraktion sind die Kundalila Wasserfälle, die sich in einer spektakulären Landschaft am Muchingo Escarpment befinden. Hier fällt der Kuombe River 65 Meter in die Tiefe.

Während Ihres Aufenthalts im Kasanka Nationalpark sollten Sie es nicht versäumen, die einzigartige, 18 Meter hohe Aussichtsplattform in einem riesigen Mululu Baum aufzusuchen, der Ihnen einen Blick über das Panorama des Kapabi Sumpfes bietet. Ein faszinierender Anblick ist der Flug von Palmenflughunden im November und Dezember. Die Tiere sind so zahlreich, dass sie einige Augenblicke lang den Himmel verdunkeln.
Die Chisamba Wamponde Pan zieht große Herden von Pukus an; ebenfalls zu sehen sind Sporengänse (spur winged goose) und Sattelstörche (saddle bill stork). Auch Hippos und Wasserböcke leben hier. Neben dem Lake Ndolwa ist die Chikufwe Plain / Ebene besonders in den frühen Morgenstunden wegen der Rappenantilopen und der Kuhantilopen sowie der Riedböcke besuchenswert. Ab und zu halten sich auch einige Zebras und Büffel hier auf. Darüber hinaus bietet das Land ausgezeichnete Gelegenheiten zur Vogelbeobachtung, insbesondere von Raubvögeln wie dem Einfarb-Schlangenadler (black breasted snake eagle).

Der Kasanka Nationalpark kann das ganze Jahr über besucht werden. Die Vogelbeobachtung ist während der Regenzeit von November bis März besonders gut, wenn sich die Wandervögel aus dem Norden hier aufhalten. Die Wildbeobachtung ist während der Trockenzeit von Mai bis Oktober am besten.

Zwar wurde der Ksanka Nationalpark bereits 1942 gegründet, er wurde jedoch so schlecht unterhalten, dass Mitte der 80iger Jahre des vorigen Jahrhundert vor allem wegen der weit verbreiteten Wilderei die Gefahr bestand, dass es ein Park ohne Wild werden würde und ihm der Status eines Nationalparks aberkannt würde.
Im Jahre 1985 beschloss der Brite David Lloyd, der viele Jahre in Zambia gelebt hatte, etwas für den Park zu unternehmen, bevor das letzte Tier gewildert wurde. Er schloss sich mit einigen örtlichen Farmern wie Gareth Williams und dem Chief Chitambo zusammen, sammelte Geld ein und verwandte seine eigenen finanziellen Mittel, später von der EU zur Verfügung gestellte Gelder. Lloyd und seine Unterstützer bauten Straßen und Brücken, errichteten Camps für Touristen und gründeten den Kasanka Trust, um so genannte "community based projects" zu fördern. Diese Projekte sollen die örtlichen Gemeinden am Nutzen des Nationalparks teilhaben lassen und den Menschen so die Bedeutung des Natur- und Tierschutzes deutlich zu machen.
Schon nach drei Jahren war das zuständige National Parks and Wildlife Services Department so beeindruckt, dass dem Trust das Management des Parks und seine touristische Einwicklung in Zusammenarbeit mit den örtlichen Gemeinden übertragen wurde.

Besuchern im Park stehen voll ausgestatte Safaricamps zur Verfügung.
Das Luwomba Camp beherbergt 10 Gäste, die mit Booten oder Kanus den sehr reizvollen und windungsreichen Luwomba River befahren können.
Das Wasa Camp, am Ufer des Lake Wasa gelegen, hat 6 Bungalows für maximal 12 Gäste. Die Unterkünfte sind zwar einfach, aber komfortabel. Gäste können zwischen Vollpension und Selbstversorgung wählen.

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Kasanka Nationalpark, Landkarte, Zambia