Kaokoveld, Namibia

Das Kaokoveld

Das Kaokoveld mit der Distriktstadt Opuwo ist ein etwa 50.000 qkm großes trockenes Gebiet im Nordwesten von Namibia und zählt zu den eindrucksvollsten Regionen des Landes. Es erstreckt sich ungefähr vom Ugab nördlich des Brandbergs bis zum Kunene an der Grenze zu Angola. Das Wort „Kaokoveld“ selbst, wie auch der Begriff „Damaraland“, geht auf die Apartheidspolitik Südafrikas zurück.


Kaokoveld Landkarte
Eine Reise in das Kaokoveld empfiehlt sich nur für Reisende, die bereits umfangreiche Erfahrungen in so anspruchvollen und schwierigen Regionen gemacht haben. Eine solche Reise stellt hohe Anforderungen an Reisenden und an Fahrzeuge. Deshalb empfehlen wir die Buchung einer Tour mit einem erfahrenen Tourveranstalter. Unbedingt notwendig sind ein zuverlässiges Fahrzeug und ein Reiseleiter mit  genauer Ortskenntnis. Die Wege sind extrem steinig (siehe unten zur Reise von Frau Nennstiel) oder tief sandig. Zudem gibt es praktische keine Unterkünfte und schon gar keine Tankstellen.

Kaokoveld, Namibia
Himba:
Das Kaokoveld ist die Heimat der Himba, auch als Ovahimba bezeichnet, eines der letzten Nomadenvölker der Welt. Die Himba sind traditionelle Hirten, deren Lebensgrundlage an Trockenheit gewöhnte Rinder sind und die als Sammler und Jäger ums Überleben kämpfen. Die auffälligsten Merkmale der Himbas sind ihre Hautfarbe, ihre Haartracht und ihre Kleidung.
Die Himba sind ein mit den Hereros verwandtes halbnomadisches Hirtenvolk, das seine traditionelle Lebensweise weitgehend bewahrt hat.

Die Himba reiben ihren Körper mit einer Mischung aus Rinderfett, Asche und Ocker ein, um die Haut vor dem rauen Wüstenklima und der Sonne zu schützen. Ocker gibt der Haut einen rötlichen Glanz, der bei Himba sehr beliebt ist. Die Frauen tragen kurze Röcke aus Ziegenleder, die mit Muscheln und Schmuck aus Eisen oder Kupfer geschmückt sind. Männer und Knaben tragen Lendentücher aus Ziegenleder. Die Häuser der Himba sind einfache, kegelförmige Hütten, die aus Stangen gebaut und mit Schlamm und Dung bedeckt werden.
Bis in die 80iger Jahren des 20. Jahrhunderts nutzten die Himba der Region fast ausschließlich Steinwerkzeuge und lebten als Jäger und Sammler. Das hat sich in der Zwischenzeit zwar bis zu einem gewissen Maße geändert, aber dennoch sind die Himba immer noch eins der faszinierendsten Völker der Welt. Um die Himba in ihrem täglichen Leben so wenig wie möglich zu stören, Gästen aber dennoch die Möglichkeit zu bieten, sich selbst einen Eindruck zu verschaffen, werden verschiedene Ansiedlungen besucht. Die Auswahl richtet sich nach den jahreszeitlich bedingten Wanderungen der Himba und ihrem jeweiligen Aufenthaltsort.


Flora & Fauna:
Zu den in der Region lebenden größeren Tierarten gehören Wüstenelefanten, Spitzmaulnashorn, Strauß und Springbock. Allerdings sind keine Tiere in größerer Anzahl und auch nicht leicht zu sehen.
Die schwierigste Passstraße im Kaokoveld ist der Van-Zyl’s-Pass, der durch die Otjihipa Berge westlich von Otjitanda führt. Der enge Weg, eigentlich nur eine Fahrspur, besteht grobem Geröll und scharfkantigen Gesteinsbrocken. Für eine etwa 10 km lange Strecke hat Frau Nennstiel auf einer geführten Tour gute 3 Stunden benötigt. Dabei waren Steigungen und Gefälle so extrem, dass alle Mitfahrer die Fahrzeuge verlassen und zu Fuß gehen mussten. Man braucht ganz unbedingt einen starken Geländewagen mit viel Bodenfreiheit, um den Pass überqueren zu können.
Wenn Sie an eine solche Abenteuerreise in der Gewissheit, auch sicher an Ihr Ziel zu kommen, unternehmen wollen, wenden Sie sich bitte an uns. Wir kennen Reiseveranstalter in Namibia, die Erfahrung mit Expeditionen ins Kaokoveld haben. Neben Touren per Allradfahrzeug bieten wir Ihnen auch Flugsafaris an, die Sie die vielfältigen Landschaftsformen nicht nur aus dem Auto, sondern auch aus der Luft erleben lassen.
Die unendliche, wild schöne und so lebensfeindliche Landschaft mit ihrer Tier- und Pflanzenwelt und ihren Menschen bietet ein unvergessliches Erlebnis. Wir von AST haben den Norden Namibias mehrere auf geführten 4x4 Safaritouren und auf Flugsafaris bereist und waren jedes Mal zutiefst beeindruckt. Einzigartige Landschaftsformen, endemische Pflanzen und die unendliche Weite versetzen den Besucher immer wieder in ehrfurchtsvolles Erstaunen.  

Jahreszeiten:
Januar bis März ist eine schöne Jahreszeit mit relativ wenigen Besuchern. Mit dem Regen sprießt neues Leben, Pflanzen blühen, Wild und Vögel sind zahlreich. Die Tage beginnen normalerweise mit Sonne, bringen willkommene Wolken und Regen am Nachmittag. Der Geruch der Erde ist einfach magisch, so als ob das Land sich öffnete und zu atmen begänne.

Die Monate April, Mai und Juni sind der Spätsommer und der früher Herbst mit angenehmen Tages- und Nachttemperaturen. Der Kunene führt nun viel Wasser und die Wasserfälle sind einfach großartig. Die Gischt der Fälle hüllt die umgebende Landschaft ein und schafft zauberhafte Stimmungen. Dies ist eine gute Zeit für Fotografen. Grüne und blühende Bäume kontrastieren mit der goldfarbenen Wüstenlandschaft.


Juli, August und September sind der Winter und der beginnende Frühling in dieser Region Namibias. Es ist jedoch sonnig und warm mit milden, klaren Nächten und sternenklarem Himmel. Der Himmel ist blau und wolkenlos, das Land ausgedörrt und eine Wüste außer in einem schmalen Streifen entlang des Kunene Flusses. Hier finden sich denn auch zu dieser Zeit die meisten Himba ein, um Futter für ihre Rinder zu finden.

 

Oktober bis November sind die Hauptreisezeit für Touristen. Die Temperaturen steigen nun wieder an, es ist heiß aber trocken, so dass die Hitze gut verträglich ist. Viele Zugvögel kehren zurück und bauen ihre Nester. Morgens und abends badet die Sonne die Landschaft in goldenes Licht. Tagsüber ist der Himmel strahlend blau, der Nachthimmel ist klar und voller Sterne.

 

Die Allgemeine Zeitung, Windhoek, hat auf ihrer Online-Seite einen Bericht über eine Reise "Mit dem Unimog durch das Kaokoveld" veröfentlicht.
Auf der Seite von Namibia Tourism finden Sie eine PDF-Datei mit Reisetipps zum Kaokoveld.

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