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Kafue Nationalpark

Der Kafue Nationalpark liegt im westlichen Teil von Zambia - Sambia und ist, neben dem äußerst unzugänglich und praktisch überhaupt nicht erschlossenem North Luangwa Nationalpark einer der weit abgelegenen und wilden Nationalparks überhaupt.
Landschaft im Kafue Nationalpark
Der Kafue Nationalpark soll Teil eines geplanten Kavango-Zambezi Transfontier Conservation Gebiets (Kaza Park) werden, der mehrere Nationalparks, Natur- und Tierschutzgebiete in fünf afrikanischen Ländern umfasst und etwa 280.000 qkm groß ist.

Beschreibung

Es ist nicht nur der älteste Park des Landes, er ist auch mit 22 500 qkm halb so groß wie die Schweiz und damit eines der größten Wildschutzgebiete der Welt.

Kafue Nationalpark Norden

Landschaftformen
Der 1000 Meter hoch gelegene Park wird vom Kafue River, dem Lufupa, dem Lunga und ihren Nebenflüssen durchzogen und ist im nördlichen Teil weitgehend unberührt.
Neben dem hügeligen Buschland gehören zum Park auch die während der Regenzeit überfluteten Busanga Plains, flaches Grasland mit kleinen Palmeninseln. Hier tummeln sich Zebras, Pukus und Lechwe Antilopen und Tausende von Vögeln.

Tierwelt
Tiere und Natur gibt es im Kafue Nationalpark im Überfluss. Nur eines gibt es nicht in großen Zahlen: Touristen. Stehen in anderen Ländern oft mehrere Autos um einen Löwen, so ist es im Kafue oft umgedreht: Man ist von Tieren und Löwen umgeben und hat so noch das Gefühl, wirklich in einer Wildnis zu sein.

Lechwe, Moorantilopen, Kafue Nationalpark, Zambia
Wilderei
Der Park ist reich an Tieren trotz der Wilderei, die aufgrund der Größe des Parks und seiner Unzugänglichkeit besonders in der nassen Jahreszeit kaum in den Griff zu bekommen ist. Selbst drakonische Strafen - auf Wilderei stehen 6 Jahre Gefängnis - können die Wilderer kaum abschrecken. Dabei geht es der Regierung weniger um das so genannte "subsistance poaching", also das Wildern, um den Nahrungsbedarf der Familie zu decken, als um Berufswilderei. In Zambia ist Wildfleisch sehr beliebt, so dass das legale Angebot bedauerlicherweise auf illegale Weise vergrößert wird.

Kafue Nationalpark Süden
Dennoch gibt es große Herden von Lechwe (Moorantilopen) und Puku wie auch Rappenantilopen (sable) und Pferdeantilopen (roan) bis zu Oribi und Ducker (duiker) zu sehen. Weitere Tiere sind der Defassa Wasserbock (waterbuck), die Leierantilope (tsessebe), Kuhantilope (hartebeest), Zebra und Büffel. Da, wo es viele Beutetiere gibt, sind die Raubtiere nicht weit: Löwen, Leoparden, Geparden, Schakale, Ginsterkatze, Schakal, Zibetkatze und verschiedene Mangusten (mongoose).

Kronenkraniche, Crowned Crane, Kafue Nationalpark, Zambia
Vogelreichtum
Der Vogelreichtum, besonders an den Flüssen und den Lagunen, ist beeindruckend. Zu sehen sind Kronenkranich (crowned crane), Klunkerkranich (wattled crane), Glanzhaubenturako (purplecrested lourie) und Fischeule (Pel's fishing owl). Insgesamt gibt es über 400 Vogelarten im Park.

Büffel im Kafue Nationalpark, Zambia
Busanga Plains
Die Busanga Plains im Norden sind riesige von Bauminseln und Baumstreifen gesäumte Ebenen, die sich so weit erstrecken, wie das Auge reicht. Sie stellen ein überaus wichtiges Feuchtgebiet dar, das noch weitgehend unberührt von menschlichen Einflüssen geblieben ist. Dieses im Sommer überflutete Gebiet bedeckt die enorme Fläche von 750 qkm. Das Wasser fließt im Wesentlichen in den Lufupa, einem Zufluss des Kafue Flusses. Der Wasserstand erreicht im März und Mai seinen Höchststand. Dann jedoch geht das Wasser zurück, so dass sich nach dem Regen zahlreiche Flusspferde in den verbleibenden Pools einfinden.

Auf den üppig grünen Gras bewachsenen Ebenen sind Tausende von Moorantilopen - Lechwes (red lechwe) zu sehen. Vor etwa 50 bis 60 Jahren waren die Lechwe in diesem Gebiet fast vollkommen verschwunden. Die Einrichtung des Nationalparks jedoch hat zu einer außergewöhnlichen Erholung der Population geführt, so dass man heute wieder Lechwe Herden auf den Ebenen sehen kann. Wenn die Ebenen nass sind, sieht man die Tiere durchs flache Wasser rennen, so dass es manchmal hoch aufspritzt. Auf der Jagd nach ihnen laufen dann sogar Löwen, die normalerweise Wasser nicht so sehr mögen, selbst durch Knie tiefes Wasser.

Andere Antilopen sind Streifengnu (blue wildebeest) und Lichtenstein- Kuhantilope (Lichtenstein's hartebeest). Ferner leben hier: Riedbock (reedbuck), Oribi (oribi), Puku (puku), Schwarzfersenantilope (impala), Buschschwein (bushpig), Warzenschwein (warthog). Die äußerst scheue und seltene Sitatunga, die auch im Okavango Delta lebt, wird man kaum zu sehen bekommen.

Selbstfahrer
Für Selbstfahrer eignet sich der Kafue Nationalpark ebenso wenig wie der South Luangwa Nationalpark oder der Lower Zambezi Nationalpark. Die Wege in den Parks sind nicht ausgeschildert, es gibt keine Tankstellen und zum Teil auch keine Campingplätze oder andere Unterkünfte als die im Voraus zu buchenden Lodges. Außerdem gibt es in einem Notfall, und sei es auch nur eine Fahrzeugpanne - selbst mit einem 4 x 4 Geländewagen kann man stecken bleiben - praktisch keine Hilfe. Funkverbindungen bestehen nur zu und über die Funkanlagen der privaten Lodges.

Abzuraten von einer Selbstfahrertour ist auch aus einem weiteren wesentlichen Grund: Die jeweiligen Aufenthaltsorte der Tiere sind häufig schwierig auszumachen, so dass ein Selbstfahrer stundenlang herumfahren kann, ohne auch nur ein einziges Tier zu sehen. Und da Selbstfahrer (unter Androhung beträchtlicher Strafen) die Parks bei Sonnenuntergang verlassen haben müssen, ist eine solche Tour keinesfalls zu empfehlen.

Zambia besitzt mehr intakten Miombo Wald als jedes andere afrikanische Land, vier Fünftel der Landesoberfläche werden von diesen Wäldern bedeckt. "Miombo" ist die Mehrzahl von "Muombo", wie in der Sprache der einheimischen Bemba der Baum Brachystegia longifolia genannt wird. Dieser Baum dominiert an vielen Stellen die Miombo Wälder.

Zum Abschluss noch eine Anmerkung zu Schlangen:
Im Kafue Nationalpark gibt es wie in ganz Afrika eine Reihe ungiftiger und auch giftiger Schlangen, die man normalerweise jedoch kaum zu sehen bekommt. Zu den giftigen Arten gehören Speikobra, Boomslang, Schwarze Mamba und Puffotter.
Schlangen sind eigentlich scheu und weichen dem Menschen aus. Geräusche und das Vibrieren des Bodens schrecken sie auf, sie fliehen - wenn möglich - sofort. Eine Ausnahme ist die Puffotter, die träge liegen bleibt und aufgrund ihrer Tarnung kaum zu sehen ist.
Während der Trockenzeit halten sich die Schlangen meistens in ihren Höhlen oder Verstecken auf. Unsere Angst vor ihnen übersteigt in der Regel ihre tatsächlichen Gefahr, ohne die Gefährlichkeit von giftigen Schlangen herunter spielen zu wollen. Erst wenn man einmal versucht, eine Schlange zu suchen, stellt man fest, wie schwierig es ist und wie selten es einem gelingt, sie zu sehen.

Weitere Informationen zum Kafue Nationalpark finden Sie auf der Webseite von Zambia Tourism Board.
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Unterkünfte im Kafue Nationalpark

Wilderness Safaris und Safari & Adventure Co.:

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Kafue Nationalpark, Zambia,