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Erbe der MenschheitKaum irgendwo sonst in der Welt kann man einen vergleichbaren Park finden, in dem eine reiche Tier- und Pflanzenwelt, fast noch so leben kann wie in der ursprünglichen Natur. Der Krüger Nationalpark ist ein einzigartiges Erbe der Menschheit, für das Südafrika eine besondere Verantwortung übernommen hat.GeographieDer Park im Nordosten von Südafrika bedeckt eine Fläche von fast 20 000 qkm und misst 322 km in der Nord-Süd- und durchschnittlich 65 km in der Ost-West-Ausdehnung. Im Süden begrenzt ihn der Crocodile Fluss, im Norden der Luvuvhu Fluss; im Osten trennt ihn die Lebombo Bergkette von Mozambique und im Westen entstand seine Grenze hauptsächlich durch eine behördliche Festlegung und einen Rinderzaun. Er liegt im Lowveld östlich des Grabenabbruchs der Drakensberg Berge.Tiere & TemperaturenNeben einer Vielzahl von Säugetieren, finden Sie im Park 505 Vogelarten, 116 Reptilienarten, 49 Fischarten und 34 amphibische Arten. Weiterhin gedeihen hier unzählige verschiedene Pflanzenarten. Der Park liegt auf einer Höhe zwischen 200 und 800 m. Zum größten Teil ist das Parkgebiet bis auf den etwas hügeligeren Nordbereich und einigen Erhebungen eher flach. Die Tagestemperaturen bewegen sich in den Sommermonaten (September bis April) um die durchschnittlich 30 Grad C, wobei im Januar bis zu 47 Grad C erreicht werden können. In den Wintermonaten (Mai bis Juli) kann es nachts auch schon mal recht frisch sein, normal bewegen sich die Nachttemperaturen so um 7 bis 18 Grad C, tagsüber kann dann aber auch im kältesten Monat Juli 35 Grad C erreicht werden. In den Monaten April bis August herrscht sehr trockenes Wetter. Diese Zeit ist für die Wildbeobachtung vielleicht die empfehlenswerteste, da hier das Grün der Büsche und Bäume auch wesentlich spärlicher ist und dadurch die Sicht weniger behindert wird. In den Sommermonaten kann es dann ab und zu plötzliche stärkere Gewitterregen geben, nach denen aber meistens sofort wieder schönes Wetter geboten wird.Bedenken Sie bei Ihrem Besuch im Krüger Nationalpark, dass Sie sich nicht in einem Zoo befinden. Sie beobachten die Tiere von ihrem eigenen Auto aus in der Wildnis. So dürfen Sie auch nicht hinter jeder Kurve einen Löwen erwarten. Ein bisschen suchen muss man schon und zum richtigen Zeitpunkt an der richtigen Stelle sein. Auch nur wenige Sekunden zu spät kann ganz zu spät sein. Dann sieht man nur noch einen Schwanz eines Kudu oder eines Löwen im Busch verschwinden. Doch sicherlich werden Sie viel sehen und schöne Aufnahmen von Tieren machen können. Natürlich ist es verboten, von den offiziellen Wegen, die übrigens sehr gut ausgebaut und zum großen Teil sogar asphaltiert sind, abzuweichen oder aus ihrem Auto auszusteigen (die Löwen würden sich freuen!). Sie dürfen auch Ihre Arme nicht aus dem Fenster hängen oder sich aus dem Schiebedach hinauslehnen. Die Parkpolizei, meistens in Zivilfahrzeugen, kontrolliert ständig das Einhalten der Regeln und auch der vorgeschriebenen Geschwindigkeitsbeschränkungen. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der South African National Parks Behörde. GeschichteDie Geschichte des Parks begann 1895 auf Initiative von Präsident Krüger. Bereits 1884 hatte Paul "Ohm" Krüger die triste Situation im Norden des heutigen Südafrikas erkannt. Jagen ohne Beschränkung und die von den Viehherden der Siedler mit eingeschleppte Rinderpest hatten den Wildtierbestand dort fast völlig ausgerottet. Trotzdem sollte es noch lange Jahre dauern, bis er seine Ideen durchsetzen konnte, die ihrer Zeit weit voraus waren, denn wer dachte damals schon an Naturschutz. Übrigens, die Familie Krüger stammte ursprünglich aus Brandenburg.1713 entschloss sich Jacob Krüger nach Südafrika auszuwandern. Sein Sohn Paul wurde im Jahr 1825 in der 4. Generation am Kap geboren. Doch Paul Krügers Vision schien sich nicht realisieren zu lassen. Zwei Ranger, die ab 1898 nacheinander versuchten, die Idee durchzusetzen, scheiterten. Sie scheiterten an den Interessen von Farmern und Jägern, die das Land weiterhin als Speisekammer betrachteten und an Bergbaugesellschaften, die hier nach ersten erfolgreichen Funden reichhaltige Vorkommen von Bodenschätzen vermuteten. 1902 entschloss man sich, die Angelegenheit mit militärischer Präzision anzugehen. Man stellte einen Major für den Dienst am Game Reserve frei: James Stevenson-Hamilton. Er wurde von den Menschen in seinem Tätigkeitsbereich "Skukuza" genannt: "Der Mann, der alles verändert". Stevenson-Hamilton legte entschlossen und unermüdlich die Grundlagen für den Park. 1903 wurde das Gebiet um Shingwedzi dem Verantwortungsbereich von Stevenson-Hamilton hinzugefügt. Glücklicherweise erhielt er einen mächtigen Verbündeten: Pieter Gert Wessel Grobler wurde in diesem Jahr zum Minister of Land ernannt. Er erhob das Sabie Game Reserve am 31. Mai 1926 offiziell in den Status des Krüger Nationalparks! James Stevenson-Hamilton hatte es geschafft! Nun konnte er seine Ziele und Aufbauarbeit in aller Ruhe weiter verfolgen, bis er sich zu seinem 80. Geburtstag auf seine im Park gelegene kleine Farm zurückzog und dort noch für weitere zehn Jahre seinen wohlverdienten Ruhestand genoss. Er starb am 10. Dezember 1957. Auf seinen eigenen Wunsch hin verteilte man seine Asche am Shirimantanga Berg in alle Himmelsrichtungen. Das zentrale und heute größte Camp im Park trägt dann auch zu Recht einen großen Name - Skukuza! Im Jahre 1902 wurde Harry Wolhuter Assistent von Stevenson-Hamilton. Legendär ist Wolhuters Kampf mit einem Löwen. Als er im August 1904 nicht weit von Tshokwane patrouillierte, wurden er und sein Pferd von zwei Löwen angegriffen. Er wurde von seinem Pferd gezerrt und von einem ausgewachsenen männlichen Löwen gepackt. Nur mit einem Taschenmesser bewaffnet, gelang es ihm, dem einen Löwen einen tödlichen Stich zu versetzen und sich auf einen Baum zu flüchten, während sein tapferer Hund den zweiten Löwen einige Stunden lang auf Abstand halten konnte, bis endlich Hilfe kam. Das Messer, mit dem Wolhuter den Löwen erstach, und das Fell des Löwen sind im Stevenson-Hamilton Memorial Museum in Skukusa ausgestellt. Als der Park 1927 für die Öffentlichkeit zugänglich wurde, kamen gerade einmal drei Fahrzeuge! Heute sieht das ganz anders aus, denn der Park ist zu einer Hauptattraktion des Landes geworden. Er bietet dem Besucher eine Wildpopulation, die als eine der vielfältigsten und interessantesten in Afrika gilt. Imposante archäologische Fundstätten, wie Masorini und Thulamela, zeigen, dass dieser faszinierende Lebensraum bereits vor Jahrhunderten mit Menschen geteilt wurde; sie werden ebenso geschützt wie die natürlichen Reichtümer des Parks. Fauna & FloraIn den ganzjährig Wasser führenden Flüssen, die durch den Park führen, leben 3000 Flusspferde und ebenso viele Krokodile. An Land sind die Impala Antilopen mit mehr als 90 000 Exemplaren am häufigsten. Aber auch fast 30 000 Zebras und 15 000 Büffel tummeln sich in der ausgedehnten Savannenlandschaft. 5 000 Giraffen und 8 000 Elefanten leisten ihnen dabei Gesellschaft. Nur die Nashörner erscheinen mit 300 Exemplaren etwas unterrepräsentiert. Dagegen ist die Anzahl der großen Raubkatzen wieder ganz beachtlich. 1 500 Löwen, 900 Leoparden und 300 Geparden sind Teil dieses großartigen Ökosystems.Außerdem gibt es etwa 505 Vogelarten, 116 Reptilienarten, 49 Fischarten und 34 Amphibienarten. Die Vegetation im Krüger Nationalpark besteht vorwiegend aus Bushveld, einer Mischung aus Grasland, verschiedensten Büschen und Bäumen. Im nördlichen Teil des Parks ist der Bewuchs, bedingt durch höhere Niederschläge, dichter als im Süden. Hier findet man auch die charakteristischen Baobabs, die afrikanischen Affenbrotbäume. TierzahlenDie folgende Tabelle zeigt Ihnen die geschätzte Anzahl von Tieren im Park, enthält jedoch nicht alle Spezies, die im Park leben.
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