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BeschreibungDer Caprivi, auch Caprivi Zipfel, Caprivi Streifen oder Caprivi Strip, ist ein schmaler Landstreifen im Nordosten Namibias, der etwa 400 Kilometer lang ist. An seiner östlichen Spitze stößt Namibia mit Zambia, Zimbabwe und Botswana zusammen. Namibia teilt seine gesamte Nordgrenze mit Angola. Im Süden grenzt es an Südafrika. Das Deutsche Reich erwarb dieses Gebiet 1890 von den Briten im Tausch gegen Zanzibar und benannte es nach dem Reichskanzler Graf von Caprivi (1890 - 1894). Der Caprivi ist dank der Flüsse Okavango, Kwando und des Linyanti ein Wasser- und folglich auch Wild reiches Gebiet. Der schmalste Streifen Land von Divundu bis Kongola ist ein Nationalpark. Die durch den Nationalpark und den ganzen Caprivi führende Straße von Rundu nach Katima Mulilo ist seit 2001 geteert, so dass man die Victoria Fälle in Zimbabwe sowie den Chobe Nationalpark in Botswana, beides beliebte Reiseziele im Norden, heute auch in der Regenzeit problemlos erreichen kann. Nach einer Zeit der Bedrohung durch Räuber aus Angola gilt die Fahrt auf der B8 inzwischen wieder als sicher. Bwabwata NationalparkWeithin ausgebaute Wildreservate sollen künftig verstärkt Touristen in den berühmten Caprivi Zipfel locken. Das größte ist der West Caprivi Nationalpark, der jetzt mit dem Mahango Park zusammengeschlossen und in Bwabwata Nationalpark umbenannt wurde. Die beiden kleineren sind der Mudumu und Mamili Nationalpark. Eine Besonderheit haben alle drei: Dort, mitten im Tier- und Pflanzenschutzgebiet, ist auch Platz für die Einwohner. Keine geringe Aufgabe für die Parkleitung - immerhin heißt es, Naturschutz und menschliche Besiedlung unter einen Hut zu bringen.Mamili und Mudumu NationalparkDer Mamili und Mudumu Nationalpark liegen im östlichen Teil
des Caprivi Zipfels, des regenreichsten Gebietes von Namibia, und
bilden den Lebensraum für fast drei Viertel der 620 im Land
registrierten Vogelarten.
Der Mamili Nationalpark mit seinen weit verzweigten Wasserläufen ist das
größte Feuchtgebiet in Namibia, das als Schutzgebiet ausgewiesen ist.
Die beiden großen Inseln Nkasa und Lupala können in der Trockenzeit per
Auto erreicht werden. In der Regenzeit allerdings verschwinden 80 %
ihrer Oberfläche unter Wasser.Außerhalb der Regenzeit hat das Wild in den Reservaten keinen Zugang zum offenen Wasser. Deswegen sind die Flüsse die Lebensadern der Region. Dort finden sich in der Trockenzeit große Herden von Elefanten und Kapbüffeln. In den Wasserarmen sind Krokodile, Flusspferde und Fischottern das ganze Jahr über heimisch. Außerdem leben hier auch Pferde- und Rappenantilopen, Halbmondantilopen (Tsessebe), Sumpf- und Moorantilopen sowie Löwen, Leoparden, Hyänen und Wildhunde sowie die seltene Sitatunga, eine extrem scheue Antilopenart, die in Fluss Randgebieten lebt. Im Mudumu Nationalpark befindet sich die einzige private Lodge in einem Nationalpark, die Lianshulu Lodge. Mahango Game ReserveMahango hat die meisten Vogelarten aller Wildparks in Namibia. Über 400 Arten leben hier. Die Vegetation in diesem Landstrich ist üppig und beeindruckend. Am meisten verbreitet ist die Sandveld-Seringe, ein mittelgroßer Laubbaum mit seinen weißen, nach unten zeigenden Blüten. Sofort ins Auge fällt der imposante Baobab oder Affenbrotbaum, dem Einheimische mystische Qualitäten zuschreiben. Und dann, in sumpfigen Gebieten die Wasserlilien, die im März und April blühen.In den Parks selbst gibt es nur spartanisch ausgestattete Rastlager und Zeltplätze, doch außerhalb der Reservate ist die Auswahl für Besucher groß: Luxuslodges, Zeltplätze in verschiedensten Ausstattungsvarianten, Rastlager mit Reetdachhütten wie auch komfortable Chalets oder Gästefarmen. In den größeren Ortschaften gibt es Hotels und Wohnwagenparks. Am Rande des Mahango Game Reserves finden Sie die Ndhovu Lodge. Katima MuliloDie Stadt Katima Mulilo ist das Hauptzentrum des Caprivis. Das Gebiet ist stark bevölkert, die Siedlungen sind jedoch weit verstreut. Die Bevölkerung lebt vom Ackerbau, von Viehzucht und vom Fischfang. In den letzten Jahren hat sich das Kunsthandwerk zu einer lukrativen Einkommensquelle für die einheimische Gemeinschaft entwickelt. |
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