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BeschreibungEngl.: Etosha National ParkDas Wort <Etosha> bedeutet in den Sprachen der verschiedenen Ethnien "Platz der Fata Morgana", "Land des trockenen Wassers", "Grosser weisser Platz" oder "See der Tränen". Sie alle sprechen von dem gleichen silberweißen Sand, der die Salzpfanne bis an den Horizont bedeckt und über dem die Hitze flirrt. Eine Legende erklärt, warum es auch "See der Tränen" hieß: Die Etosha-Legende erzählt, dass eine Gruppe Fremder in das Land der Buschmänner kam und sie von Jägern umzingelt wurden. Diese brachten alle Männer und Kinder ums Leben, ließen die Frauen jedoch frei. Von tiefer Trauer erfüllt, setzte sich eine junge Mutter hin und wiegte ihr totes Kind in den Armen. Sie weinte so bitterlich, dass ihre Tränen einen großen See bildeten. Als die Sonne den See ausgetrocknet hatte, war der Boden mit Salz bedeckt. Das war der Ursprung der Etosha Pfanne - ein See von den Tränen einer Mutter. Der
Etosha Nationalpark gehört zu den größten Schutzgebieten der Welt und
ist so groß wie Hessen oder halb so groß wie die Schweiz. Er weist ein
geringes Gefälle auf, zwischen Okaukuejo und Namutoni sind nur 13 m
Höhenunterschied. Die Pfanne liegt auf ca. 1000 m Höhe. Als erste Europäer besuchten die Südwestafrikaforscher Charles John Andersson und Francis Galton, ein Vetter von Charles Darwin, 1851 die Pfanne. 1876 lebten die Dorslandtrekker vorübergehend an der Quelle Rietfontein. Reste ihrer Häuser und ihre Gräber sind heute noch dort zu sehen. Gegründet wurde der Park 1907 als 'Game Reserve No.2' mit einer Größe von 99.526 qkm vom deutschen Gouverneur Friedrich von Lindequist gegründet. Vorher war hier in einer Weise gejagt worden, dass es z.B. keinen Elefanten mehr gab. Erst in den 50-er Jahren wurde wieder die erste Herde Elefanten gesichtet, bestehend aus 15 - 20 Tieren. Es ist nicht geklärt, ob sich der heutige 2 500 Tiere zählende Bestand an Elefanten aus dieser Herde entwickelt hat, oder ob weitere Herden hinzugezogen sind. Der Park, der Anfang des 19. Jahrhunderts viermal so groß war wie heute, umfasste 93 240 Quadratkilometer und schloss den Kunene und das Kaokoveld ein. Dies war allerdings verbunden mit einer Einschränkung der Herero, Nama und San, die hier früher gelebt und gejagt hatten. Ab 1947 begann die Reduzierung der Parkfläche im Zuge der südafrikanischen Homelandpolitik. Da man jedoch bald feststellte, dass der Park für die Migration des Wildes zu klein geworden war, fügte man das Gebiet zwischen dem Ugab und dem Hoanib bis zur Skelettküste wieder hinzu. Der Odendaalplan, der seit 1963 die Homelandpolitik in Südwestafrika realisieren sollte, setzte dem 1970 ein Ende. Der Park wurde um 77 Prozent auf seine heutige Größe reduziert, um im Norden das Owamboland zu schaffen. Um die Wildmigration zu verhindern, wurde ein Zaun rund um die verbliebene Fläche gezogen. Das Herzstück des Paks, die Pfanne, war ursprünglich einmal ein See, der vor zwei bis zehn Millionen Jahren nach und nach verdunstete. Ursache hierfür waren klimatische Veränderungen und Verschiebungen der Erdkruste, die den Lauf des damals in den See mündenden Fluß Kunene so verschoben, dass er sich anschließend seinen Weg in Richtung Atlantik bahnte. Heute kennzeichnen nur noch die staubtrockenen weißen Ablagerungen den Ort, an dem sich früher der riesige See befand. Die Etosha-Pfanne ist eine riesige, fast unendlich erscheinende, weiße und staubtrockene Ebene. Nur ab und zu, in sehr regenreichen Jahren, füllen sich relativ kleine Teile der Pfanne wieder mit Wasser. Dann kann man erahnen, wie es früher hier ausgesehen haben muss. Die Pfanne hat keinen Abfluss, aber 3 Zuflüsse: Oshigambo, Ekuma und Omuramba Owambo. Dies sind Trockenflüsse, die nur bei gutem Regen Wasser führen und bis zur Pfanne gelangen. In der Regenzeit enthält das Gras in Etosha bis zu 18 Prozent Protein, die höchste Konzentration in Afrika. Es gibt drei Arten von natürlichen Wasserstellen am Rande der Pfanne: artesische Quellen, Grundwasserquellen und Schichtquellen. Außerdem sind 30 künstliche Wasserstellen geschaffen worden. 50 Wasserstellen führen ganzjährig Wasser. Auf der Weltkarte der National Parks nimmt Etosha einen ganz besonderen Platz ein. Der Reiz liegt wie überall in Namibia nicht in der Fülle, sondern gerade in der Leere und Weite. Trotz der trockenen und lebensfeindlich wirkenden Salzpfanne, kann man im Etosha Nationalpark zahlreiche Tierarten beobachten. Im Etosha Park leben ungefähr 110 Säugetierarten, darunter Elefanten, Nashörner und die großen Raubtiere wie Löwen Insgesamt wird geschätzt, dass in den letzten 30 Jahren über 1000 Löwen erschossen wurden) und Geparden, sowie etwa 340 Vogelarten. (Die letzte Zählung fand allerdings bereits 1991 statt und neuere Zahlen stehen nicht zur Verfügung). Der Bestand aller Säugetiere hat seit den fünfziger Jahren zugenommen. Ausnahmen sind die beiden klassischen Migrationstiere, das Streifengnu und das Steppenzebra. Auch wenn diese beiden Tierarten nach den Springböken immer noch am häufigsten vorkommen, hat die Gesamtzahl dramatisch abgenommen. Die Tiere können nur überleben, weil es im Park relativ viele natürliche Wasserquellen gibt, die ihnen das erforderliche Wasser bieten. Die Wasserstellen entstehen durch tief gelegene Kalkschichten, welche das Wasser der Regenzeit speichern und später wieder zu Tage fördern. Den meisten Regen gibt es in der nassen Jahreszeit von Januar bis April bei Temperaturen um die 40 Grad. An den dann vorhandenen kleinen Seen, finden sich unzählige Vögel ein, um hier zu brüten. In manchen Jahren kommen über eine Million Flamigos her, um ihren Nachwuchs aufzuziehen. Für viele Jungen dieser pink-farbenden Vögel wird die Pfanne oftmals leider auch zu einer grausamen Todesfalle. Dann nämlich, wenn das Wasser zu schnell wieder verschwindet und die Sonne erbarmungslos auf die jungen Vögel scheint, haben sie kaum eine Chance zum Überleben. Gates zum Etoscha NationalparkFür die Einfahrt in den Etsoscha Nationalpark gibt es mehrere Möglichkeiten.Im Osten befindet sich das Andersson Gate. Es wurde nach dem Forscher Charles Andersson benannt, der zusammen mit Francis Galton as erster Europäer die Etoscha Pfanne sah, als die Beiden 1851 Namutoni erreichten. Die zweite Zufahrt im Osten bietet das Von Lindequist Gate. Es wurde zu Ehren des Gouverneurs des damaligen Deutsch-Südwest Afrika benannt, der die Weitsicht zeigte, am 22. März 1907 Etoscha zu einem Schutzgebiet zu erklären. Das Galton Gate ist der westliche Zugang zum Etoscha Nationalpark. Das Tor wurde nach dem Forscher Francis Galton benannt, der zusammen mit Charles Andersson als erster Europäer im Jahre 1851 die Etoscha Pfanne sah. Am Galton Gate soll eine weitere Unterkunft im Park für Besucher gebaut werden, der Name wird voraussichtlich Dolomite Zebra Camp sein. In der Nähe der Andoni Plains befindet sich die vierte Zufahrt zum Etoscha Nationalpark, nämlich das Nehale Lya Mpingana Gate, das nach einem König des früheren Ovambolandes benannt wurde. Im westlichen Teil des Parks befindet sich ein weiteres Camp namens Otjovazandu, das jedoch kein Restcamp, sondern ein Camp für Arbeiter des Parks ist. Otjovazandu bedeutet "Platz der jungen Männer", denn Hirten nutzten eine Quelle für ihre Rinder. Die CampsIm Etoscha Nationalpark gibt drei recht komfortable staatliche Camps, in denen Reisende sich gemütlich ausruhen, essen oder entspannt am Wasserloch wilde Tiere beobachten können. Alle Camps verfügen über Swimming Pools und Restaurants sowie einen kleinen Shop. Wegen der begrenzten Kapazitäten wird eine Vorabreservierung dringend empfohlen.Namutoni Dieses Camp wurde 1958 für Touristen geöffnet und hat wohl eine interessante Geschichte. Man erahnt sie schon bei der Einfahrt ins Camp, wo das alte - zum Nationaldenkmal - erklärte Fort ins Auge sticht. Im Turm des Forts befindet sich ein kleines Museum, das einen kurzen Besuch wert ist. Die Sonnenuntergänge auf dem Turm von Namutoni gehören zu den schönsten, die man im südlichen Afrika erleben kann. Bei geblasenem Horn wird die Flagge eingeholt. Das Wasserloch des Camps ist für einen romantischen Abend in Afrika wahrscheinlich gut geeignet. Doch leider ist es nicht sehr tierreich, selbst auf der offiziellen Karte wird darauf hingewiesen, dass Tiere diese Wasserstelle aus irgendwelchen Gründen zu meiden scheinen. Okaukuejo Ein sehr schönes Camp im westlichen Teil des Parks. Die nachts angeleuchtete Wasserstelle bietet ein einmaliges Erlebnis. Hier kam man Elefanten, Giraffen, Nashörner und auch Raubkatzen beobachten. Einige Stammbesucher berichteten, dass man auch häufig miterleben kann, wie die Löwen hier Wild erlegen. |
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