Okavango Delta

Beschreibung

Das Okavango Delta, in dem auch das Moremi Tierreservat liegt, ist aufgrund seiner Lage inmitten des größten Sandgebiets der Welt ein einzigartiges Ökosystem im Nordwesten Botswanas. Es erstreckt sich auf ca. 16.000 - 18.000 qkm. Insgesamt bedeckt es eine Fläche, die größer ist als Schleswig-Holstein oder Belgien und bildet so das größte Binnendelta der Welt.

Dieses Feuchtgebiet liegt wie eine Oase in einer Landschaft, die sonst recht unwirtlich wäre. Der Okavango Fluss entspringt in Angola und führt nach Botswana, wo er die ersten ca. 100 km als "einarmiger" Fluss fliest (Pfannenstiel). Später geht der Hauptfluss direkt ins Okavango Delta über, das eine pfannenartige Form hat. Die vielen kleinen und größeren Flussnebenläufe führen ebenfalls ins Delta oder verzweigen sich. Am Ende seiner Reise versickert das Wasser im Sand der Kalahari, so als wäre es nie da gewesen.

Die einzigen Vegetationstypen, die in schnell fließenden Gewässern überleben können, sind Papyrus und Schilf. Auf den vielen Inseln im Okavango Delta ist die Vegetation jedoch wesentlich vielfältiger, von offenem Grasland bis zu dichtem Buschdickicht. Die Vegetation ist aber insgesamt sehr empfindlich.

Anreise & Reisen im Delta


Das Tor zum Okavango Delta ist die Kleinstadt Maun mit ihrem Flughafen. Von Maun geht es in der Regel per Kleinflugzeug zu den Lodges und Camps im Delta. Das Moremi Game Reserve ist der Bereich im Delta, der auch von außerhalb recht gut mit einem Auto befahren werden kann. Wir empfehlen Ihnen eine durchgeplante und organisierte Tour, während der Sie im Kleinflugzeug von einem Camp zum nächsten reisen. Um die jeweilige Weiterreise von einem Camp zum nächsten kümmern sich die Manager. Das klappt, so unsere eigene Erfahrung auf zahlreichen Reisen ins Delta, immer wunderbar. Ein Flug bietet Ihnen auch einen unvergesslichen Blick auf die Landschaft.

Dringend abraten möchten wir Ihnen auf alle Fälle von einer Selbstfahrertour, die Ihnen außer dem Vergnügen, selbst ein 4x4 Fahrzeug zu fahren, weniger bietet als eine geführte Tour.
Bei Flügen mit einem Kleinflugzeug müssen Sie die Gewichtsbegrenzung für Ihr Gepäck beachten. Es sind nur 12 kg zugelassen. Da aber alle Lodges und Camps einen Wäscheservice anbieten (außer Unterwäsche), ist das normalerweise kein Problem.

Das Wildleben im Okavango Delta ist spektakulär und zählt zu den besten im südlichen Afrika in absolut unberührter Natur. Große Elefanten- und Büffelherden, Großkatzen, Hyänen sowie eine Vielzahl an Antilopenarten einschließlich der seltenen Sitatunga sind hier zu Hause. Die Sichtung einer Sitatunga ist, das muss man allerdings hinzufügen, wohl so selten wie ein Hauptgewinn im Lotto. Stellen Sie sich vor, Sie reisen durch ein Gebiet von der in der Karte dargestellten Größe und erwarten nun in wenigen Tagen ein äußerst scheues am Rande einer der abertausend von Ried und Papyrus gesäumten Wasserläufe zu sehen - ziemlich unwahrscheinlich, nicht wahr.
Folgende weitere Tierarten leben im Moremi Game Reserve:
Schwarzfersenantilope (Impala), Kudu, Gnu (Wildebeest), Zebra, Büffel, Giraffe, Elefant, Leierantilopen (Tsessebe), Moorantilopen (Lechwe), Pferdeantilopen (Roan), Wasserböcke (Waterbuck) und Riedbock (Reedbuck) sowie zahlreiche kleinere Tierarten. Natürlich sind auch die Raubtiere zu sehen wie Löwen, Geparden, und man sieht, wenn man Glück hat, sogar einen scheuen Leoparden. Im Wasser gibt es Flusspferde, Krokodile und Leguane. Auch eine vielfältige Vogelwelt, vom Schreiseeadler bis zum farbenprächtigen Eisvogel, wird Sie faszinieren.
Die Anwesenheit von Tieren hängt von den jahreszeitlichen Wanderungen und der Verfügbarkeit von Wasser und Nahrung ab. In der Trockenzeit bewegen sich die Tiere aus dem Hinterland, selbst wenn das Nahrungsangebot noch ausreichend ist, näher zum Oberflächenwasser am Chobe und am Okavango. Je länger die Trockenzeit dauert, desto mehr Tiere versammeln sich in der Nähe von Wasser. Sobald aber wieder Regen fällt und das erste Grün sprießt, verteilen sich die Tiere wieder großflächiger in entferntere Weidegebiete, in denen sich Wasser in natürlichen Vertiefungen, die man "pans" nennt, gesammelt hat.
Da das Delta so riesig ist und Wasser reichlich vorhanden ist, leben die Tiere über ein großes Gebiet verstreut. Eine Konzentration von Wild gibt es auf dem Chief's Island, einer Landzunge, die sich in etwa 120 km Entfernung von Maun, tief ins Delta hinein ragt zwischen den beiden größten Flüssen des Deltas, dem Boro und dem Santantadibe. Auf der Insel selbst sind keine Camps und keine menschlichen Ansiedlungen erlaubt. Wenn man auf eine Landkarte von Botswana schaut, kommt einem Chief's Island ziemlich klein vor. Das täuscht aber, denn die "Insel" ist immerhin etwa 100 km lang und 15 km breit.

Reisezeit

Im Okavango Delta herrscht von ca. November bis April Regenzeit - normalerweise gibt es dann meist täglich einen kurzen, aber sehr kräftigen Regenschauer. Das Wasser des Deltas kommt aus dem Okavango Fluss, der in Angola entspringt. Dort fällt der Regen ebenfalls ca. von November bis April, aber es dauert ca. bis Juni, bevor das Wasser die letzten Ausläufer des Deltas, z. B. Maun erreicht hat. Für das Okavango Delta sind die trockenen Monate von April bis Oktober eine geeignete Reisezeit. Um das Delta in seiner ganzen Wasserpracht zu sehen, empfehlen wir einen Aufenthalt im Juli. August und September sind die besten Monate für Tierbeobachtungen.

Aktivitäten

Die Lodges im Delta bieten ein ähnliches Wilderlebnis: nach einem Charterflug in einer Kleinmaschine, meist ab Maun, erreichen Sie verschiedene Flugpisten und werden im offenen Allrad zur Lodge gebracht. Die angebotenen Aktivitäten hängen je nach Lage und vom jeweiligen Wasserstand ab. Während der Mokorofahrten, Bootsfahrten in hölzernen Einbaumbooten, wird man geräuschlos durch kleine Arme des Deltas geführt. Bei geführten Buschwanderungen begegnet man Afrika auf eine andere Art und Weise. Natürlich kann man auch ganz klassisch im offenen Allradsafarifahrzeug auf Pirsch gehen oder sich auf den Veranden der Lodges einfach erholen. Mit ziemlicher Sicherheit trifft man hier auf Niemanden, außer Lodgegäste oder -personal.
Gefährdung
Doch dieses einzigartige Feuchtgebiet könnte vielleicht schon bald von der Weltkarte verschwunden sein, denn Namibia, Angola und Botswana wollen dem Delta das lebensnotwendige Wasser "abdrehen". Am Oberlauf des Flusses sind zahlreiche neue Staudämme, Wehre und Kraftwerke geplant, die den ständig steigenden Energiehunger der Bevölkerung befriedigen sollen. Außerdem plant Namibia über eine Pipeline das Wasser des Deltas zur Versorgung von Windhoek abzuzapfen.

Camps und Lodges (allg.)

Eine Reihe von Safari-Camps bietet Gästen die Möglichkeit, Flora und Fauna zu Lande und zu Wasser erkunden. Öffentliche Campingplätze gibt es am North und South Gate und bei Third Bridge; diese Plätze sind aber sehr einfach. Die privaten Lodges beherbergen in der Regel nur eine kleine Anzahl von Gästen in Zeltunterkünften unterschiedlichster Ausformung, vom einfachen, praktischen Camp bis hin zum Super-Luxuscamp. Entsprechend unterschiedlich sind auch die Preise, wobei man nicht vergessen darf, dass Botswana eine Tourismusstrategie nach dem Motto "High costs, low impact" verfolgt. Über Eintrittsgebühren und Gebühren für die Konzessionen will man mit wenigen Besuchern hohe Einnahmen realisieren. Abgesehen von diesen von der Regierung bestimmten Kosten, ist natürlich auch der Unterhalt der Camps sehr teuer, musste doch schon beim Bau jeder Nagel und jedes Brett über große Entfernungen und auf schlechten Wegen ins Delta transportiert werden und müssen immer noch alle Vorräte und Versorgungsgüter teilweise sogar per Flugzeug herangebracht werden.

In den Camps können Sie an Tierbeobachtungsfahrten in offenen Safarifahrzeugen teilnehmen oder in einem Motorboot oder einem Mokoro, dem traditionell aus einem Baumstamm gehauenen Kanu, die schmalen Wasserkanäle erkunden. Die Mekoro werden von einem örtlichen Mitarbeiter der Camps mit Hilfe einer langen Stange vorwärts gestakst. Diese Männer und Frauen kennen sich vorzüglich aus, so dass man sich voll auf sie verlassen kann.
Okavango Delta Lodges Camps Botswana
Lodges und Camps im Okavango Delta
Moremi Air Moremi Game Reserve, Botswana
So reist man im Delta.
 Duba Plains Camp Okavango Delta Botswana Wilderness Safaris
Okavango Landschaft
 Duba Plains Camp Okavango Delta Botswana Wilderness Safaris
Schwemmebene
Mokorofahrt
Nxabega Wasserlilien
 Zelt Luxusunterkunft Tent
Typische Zelte
Blick aus dem Zelt
 Mekoro Mokoro Einbaumboot
Mekoro Einbaumboot
Rüdiger Köppel, Chiefs Island, Okavango Delta, Botswana
Okavango Delta - Chiefs Island
Rüdiger Köppel, Löwe, Okavango Delta, Botswana
Löwe im Wasser
Rüdiger Köppel, Wasserstrasse, Okavango Delta, Botswana
Wasserstrasse
 Little Vumbura, Botswana, Okavango Delta
Sonnenaufgang
Jagdbeute
Elefanten Tubu Tree Okavango Delta Botswana Steffi
Wer stört uns da?
 Mokoro Mekoro
Mokoro Boote
Rüdiger Köppel, Leopardenportrait, Okavango Delta, Botswana
Leopardenportrait
Rüdiger Köppel, Lechwe, Okavango Delta, Botswana
Lechwe

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