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BeschreibungDas Moremi Tierschutzgebiet liegt im Okavango Delta und bietet wegen seines Tierreichtums und seiner beeindruckenden Landschaften ausgezeichnete Gelegenheit zu Tierbeobachtungen und Erlebnissen. Es ist etwa 1 800 qkm groß und nicht von einem Zaun umgeben. Das Gelände ist völlig flach, nur einige "Bauminseln" erheben sich ein ganz klein wenig höher aus den Ebenen. Schilf- und Papyrusbewachsene Flussläufe und Kanäle durchziehen das Land.Die Tierwelt Die Anwesenheit von Tieren hängt von den jahreszeitlichen Wanderungen und der Verfügbarkeit von Wasser und Nahrung ab. In der Trockenzeit bewegen sich die Tiere aus dem Hinterland, selbst wenn das Nahrungsangebot noch ausreichend ist, näher zum Oberflächenwasser am Chobe und am Okavango. Je länger die Trockenzeit dauert, desto mehr Tiere versammeln sich in der Nähe von Wasser. Sobald aber wieder Regen fällt und das erste Grün sprießt, verteilen sich die Tiere wieder großflächiger in entferntere Weidegebiete, in denen sich Wasser in natürlichen Vertiefungen, die man "pans" nennt, gesammelt hat. Da das Delta so riesig ist und Wasser reichlich vorhanden ist, leben die Tiere über ein großes Gebiet verstreut. Eine Konzentration von Wild gibt es auf dem Chief´s Island, einer Landzunge, die in etwa 120 km Entfernung von Maun, tief ins Delta hinein ragt zwischen den beiden größten Flüssen des Deltas, dem Boro und dem Santantadibe. Auf der Insel selbst sind keine Camps und keine menschlichen Ansiedlungen erlaubt. Wenn man auf eine Landkarte von Botswana schaut, kommt einem Chief´s Island ziemlich klein vor. Das täuscht aber, denn die "Insel" ist immerhin etwa 100 km lang und 15 km breit. Tierarten Folgende Tierarten leben im Moremi Game Reserve: Schwarzfersenantilope (Impala), Kudu, Gnu (Wildebeest), Zebra, Büffel, Giraffe, Elefant, Leierantilopen (Tsessebe), Moorantilopen (Lechwe), Pferdeantilopen (Roan), Wasserböcke (Waterbuck) und Riedbock (Reedbuck) sowie zahlreiche kleinere Tierarten. Natürlich sind auch die Raubtiere zu sehen wie Löwen, Geparden, und man sieht, wenn man Glück hat, sogar einen scheuen Leoparden. Im Wasser gibt es Flusspferde, Krokodile und Leguane. Auch eine vielfältige Vogelwelt, vom Schreiseeadler bis zum farbenprächtigen Eisvogel, wird Sie faszinieren. SafaricampsEine Reihe von Safaricamps bietet Gästen die Möglichkeit, Flora und Fauna zu Lande und zu Wasser erkunden. Öffentliche Campingplätze gibt es am North und South Gate und bei Third Bridge; diese Plätze sind aber sehr einfach. Die privaten Lodges beherbergen in der Regel nur eine kleine Anzahl von Gästen in Zeltunterkünften unterschiedlichster Aus-formung, vom einfachen, praktischen Camp bis hin zum Super-Luxus- Camp. Entsprechend unterschiedlich sind auch die Preise, wobei man nicht vergessen darf, dass Botswana eine Tourismusstrategie nach dem Motto "High costs, low impact" verfolgt. Über Eintrittsgebühren und Gebühren für die Konzessionen will man mit wenigen Besuchern hohe Einnahmen realisieren. Abgesehen von diesen von der Regierung bestimmten Kosten, ist natürlich auch der Unterhalt der Camps sehr teuer, musste doch schon beim Bau jeder Nagel und jedes Brett über große Entfernungen und auf schlechten Wegen ins Delta transportiert werden und müssen immer noch alle Vorräte und Versorgungsgüter teilweise sogar per Flugzeug herangebracht werden. In den Camps können Sie an Tierbeobachtungsfahrten in offenen Safari- fahrzeugen teilnehmen oder in einem Motorboot oder einem Mekoro (Plural Mokoros), dem traditionell aus einem Baumstamm gehauenen Kanu, die schmalen Wasserkanäle erkunden. Die Mokoros werden von einem örtlichen Mitarbeiter der Camps mit Hilfe einer langen Stange vorwärts gestakst. Diese Männer und Frauen kennen sich vorzüglich aus, so dass man sich voll auf sie verlassen kann. GeschichteDas Moremi Game Reserve war das erste Tierschutzgebiet, das von den Einheimischen errichtet wurde, und nicht von der Regierung. Anfang der 60ger Jahre rief ein Ansässiger aus Maun, Robert Kay, die Initiative ins Leben, ein Tierschutzgebiet im Delta zu errichten. Nach der Übereinstimmung zwischen Wildhütern des Bechuanaland Protektorats, der Fauna Preservation Society in London, und einem Treffen mit dem Batawanastamm, wurde 1962 die Fauna Conservation Society von Ngamiland gegründet. 1963 wurde die Errichtung eines Reservats in der Khwai / Mogohelo Gegend von der Batawana Stammesverwaltung genehmigt. Zur gleichen Zeit wurde in London eine Pressemitteilung veröffentlicht, in Zusammenarbeit mit dem World Wildlife Fund und dem Häuptling Letsholathebe Moremi, nachdem später auch das Reservat benannt wurde - Moremi Wildflife Reserve.Das Reservat wurde erstmals 1976 vergrößert, als Chief's Island dazu genommen wurde, und ein zweites mal 1992, als das Reservat von 3 875 auf 4 871 qkm vergrößert wurde. Obwohl das Reservat der Teil des Okavango Deltas ist, der nur vom Gesetz geschützt wird, ist es umgeben von einer Pufferzone, die sehr sorgfältig vom Wildressort in bestimmten Abständen kontrolliert wird. Das Reservat selbst ist nicht eingezäunt, was den Tieren absolute Bewegungsfreiheit innerhalb des Deltas erlaubt, und sie ihrem Wandertrieb nachgehen können. Moremi dehnt sich mittlerweile nach Osten und Norden soweit aus, dass es an den Chobe Nationalpark anschließt, und ein durchgehendes Schutzgebiet bis nach Kasane ist. AnreiseMan könnte zwar - abhängig von der Jahreszeit - einige der Camps von Maun aus auch per Boot oder Auto erreichen, das ist aber höchst unpraktisch und sehr zeitaufwändig. So reist man denn normalerweise im Kleinflugzeug von Maun zum Camp seiner Wahl. Fliegen geht nicht nur schneller, sondern hat auch noch den eindrucksvollen Vorteil, dass man die Landschaft des Deltas und seine riesige Ausdehnung ganz wunderbar sehen kann. |
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