De Hoop Nature Reserve
Dieses außergewöhnlich schöne und vom Massentourismus verschonte Naturschutzgebiet liegt im Westkap, ca. 3 Autostunden von Kapstadt entfernt. De Hoop umfasst etwa 36.000 Hektar und formt Teil eines Weltkulturerbes durch seine Artenvielfalt und seltenen Fynbos-Pflanzen, erhalten durch weitgehend unberührte Küstenstreifen. Hier kann man sogar den Nationalvogel Südafrikas und weltweit vom Aussterben bedrohten Blaukranich entdecken.Lage
De Hoop befindet sich an einer besonders reizvollen Küste mit riesigen weißen Sanddünen und stillen, von Klippen umrahmten Badebuchten. Im Westen des Schutzgebietes liegt das De Hoop Vlei, eine der größten Brackwasser-Lagunen im südlichen Afrika. Die 19 km ziehen sich durch das Reservat und bieten eine unglaublich reiche Vogelwelt. Je nach Jahreszeit und Wasserstand finden hier tausende Wasservögel Zuflucht und Nahrung. Unter den 260 Arten befinden sich Kammblaßhühner, Enten und Nilgänse sowie 13 Arten von Watvögeln wie der Regenpfeiffer oder der Sichelstrandläufer. Die seltenen gewordenen schwarzen Austernfischer sind hier ebenfalls zu finden und oft kann man Brutpaare beobachten (September - März). Pelikane haben hier ebenfalls ihr Brutrevier. Unterschiedlich lange Wanderwege führen durch die Fynbos-Vegetation und entlang Lagune.
In der Potberg-Region im Nordosten des Schutzgebietes liegt die einzige Brutkolonie der Kapgeier (für die Öffentlichkeit aber nicht zugänglich).
3 Seemeilen (oder 23.000 Hektar) weit in den Ozean hinein, erstreckt sich das Naturreservat und bietet eine der besten Walbeobachtungsmöglichkeiten der Welt, vom Land aus. 40% der weltweiten Southern Right Wales gebären jährlich zwischen Juli und Oktober/November ihre Jungen in der Bucht vor De Hoop.
Die Region zählt zum Cape Floral Kingdom mit seiner einzigartigen Fynbos Vegetation, die bevorzugt auf Nährstoffarmen Böden gedeiht. Der Fynbos besteht im Wesentlichen aus vier Pflanzenformen: Proteen, Erikas, Restions (Chondropetalum erbacteatum) und Geophyten (Frühblüter). Es gibt insgesamt über 1 500 Pflanzenarten. Obgleich das ganze Jahr über Pflanzen blühen, ist die Blüte von Proteen in den Monaten Juni bis September doch am eindrucksvollsten. Das Naturschutzgebiet beherbergt an die 50 Reptilienarten, davon sind etwa die Hälfte Schlangen. Es gibt um die 250 Vogelarten und über 80 Säugetierarten, darunter 9 Antilopenarten, Bergzebras und Buntböcke, Elenantilopen und Kudus. Nähert man sich dem Meer, so erstreckt sich hinter einer hohen, imposanten Dünenkette ein langer einsamer Strand. Nach Westen hin ist er flach und bietet die Gelegenheit zu ausgedehnten Spaziergängen. Nach Osten wird die Küste felsiger, rauer und zerklüftet. Hier reiht sich eine Bucht an die andere und in natürlichen, abgeschirmten Pools kann man baden gehen.
Klima
Das Klima in der Region ist mediterran mit warmen Sommern und milden Wintern. August ist normalerweise der nasseste Monat. Vor der Ankunft der Europäer lebten in dieser Region die nomadischen Khoi. Die Europäer kamen zu Beginn des 19. Jahrhunderts. 100 Jahre später war die Overberg Region für die Merino Schafzucht, für Rinderzucht und Getreideanbau bekannt. Die Verwaltung der Kapprovinz kaufte im Jahre 1956 die Farm "De Hoop" und 1957 die Farm "Windhoek" auf und erklärte das Land zum Naturschutzgebiet. In den folgenden Jahren wurde das Gebiet durch weiteren Landkauf vergrößert.
Unterkunft
Im De Hoop Naturreservat stehen unterschiedlich ausgestattete Unterkünfte zur Verfügung. Sie sind jedoch oftmals ausgebucht, und es empfiehlt sich dringend die rechtzeitige Vorbuchung. Auch der Campingplatz und Caravan-Stellplatz ist schnell ausgebucht, vor allem an den Wochenenden, zur Ferienzeit und während der Walsaison. Fast alle Unterkünfte liegen im Opstal-Gebiet, an der Brackwasser-Lagune. Das Gebiet ist das Herz des Reservates und von hier starten die Rundwanderwege und Mountainbike-Strecken.
Wir empfehlen die Vlei Cottages im Opstal Gebiet: Die 3 Cottages liegen direkt an der Lagune und bestehen aus jeweils 2 Schlafzimmern, die sich ein Badezimmer teilen. Das Badezimmer verfügt über Dusche, Toilette, Waschbecken, Handtücher und Toilettenartikel. Der Wohn-Essbereich ist ausgestattet mit gemütlicher Sitzecke vor dem Kamin, Esstisch für 4 Personen und die Küchenzeile verfügt über Wasserkocher, Toaster, Mikrowelle, Kühl-Gefrierschrank, Ofen, Geschirr, Besteck und Grillbesteck. Vor der Terrasse gibt es einen Grillplatz. Wer sich nicht selber verpflegen möchte (die nächste Einkaufsmöglichkeit ist 60 km vom Reservat entfernt) kann zu Fuß zum "The Fig Tree" Restaurant laufen.
Für Gruppen bis 6 Personen stehen 3 Zimmer im Manor House zur Verfügung. Hier wohnt man wie vor 100 Jahren und nur die modernen Badezimmer erinnern an die heutige Zeit. Die Farmküche wurde als Teestube umgebaut und die "gute Stube" bietet einen urgemütlichen Aufenthaltsraum mit Kamin. Alle Mahlzeiten werden im Restaurant eingenommen denn diese Unterkunft kann nur mit Vollpension gebucht werden.
Vor den Toren des Reservates liegt das Buchu Bushcamp.
Verpflegung
Das "The Fig Tree" Restaurant liegt ebenfalls im Opstal Gebiet und ist täglich für Frühstück, Mittag- und Abendessen geöffnet. Eine Kap-typische Speisekarte lässt keine Wünsche offen. Bei schönem Wetter wird auf der Terrasse serviert. Besonders interessant ist das Angebot von Picknick-Körben, die man auf Wunsch vorbestellen kann. Kreditkarten werden akzeptiert. Das Restaurant ist im Historischen Manor House untergebracht. Im selben Gebäude befindet sich die Rezeption, ein kleiner Shop für Kaminholz, Souvenirs und kalte Getränke.
Aktivitäten im Reservat
-Geführte Wanderungen von verschiedener Länge (auch in Eigenregie möglich)
-Geführte Mountainbike-Touren (auch in Eigenregie möglich denn Mountainbike können an der Rezeption ausgeliehen werden)
- Schwimmen in den Gezeitenpools
-Vogelbeobachtung
-Tierbeobachtung vom Fahrzeug aus
-5-tägiger Wal-Wanderweg
-Tennis
-Swimmingpool
Aktivitäten außerhalb des Reservats
Ausflug zum südlichsten Punkt Afrikas - Cape Agulhas Portugiesische Seefahrer nannten Afrikas südlichste Spitze "Nadelkap", weil ihre Kompassnadel hier ohne Missweisung genau nach Norden zeigte. Dem Kap vorgelagert sind scharfkantige Riffe, und es gibt die alternative Meinung, dass sich die Namensgebung hierauf bezieht.
Das Kap Agulhas ist nicht nur südlichster Punkt sondern auch offizielle Grenze zwischen Atlantik und Indischem Ozean. Sehenswert ist der massige Leuchtturm aus dem Jahre 1848. Er hat eine Reichweite von fast 60 Kilometern und verrichtet - trotz moderner Satelliten-Navigation auf den heutigen Schiffen - noch immer seine Dienste. Der Leuchtturm kann besichtigt werden.
Oder besuchen Sie die Kerzenwerkstatt Kapula Candles in Bredasdorp (60 km emtfernt): Kapula ist der Name einer südafrikanischen Kerzenfabrik und gleichzeitig der Markenname der dort in kunstvoller Verzierung hergestellten Kerzen. Kapula Candles werden seit 1994 traditionell in Bredasdorp, Südafrika, gefertigt und in die ganze Welt exportiert. Die Mitarbeiter fabrizieren überdies Keramikgegenstände, Textilien und Accessoires. Zu den Abnehmern der Kerzen gehört auch UNICEF. In Deutschland kann man solche Kunstobjekte beispielsweise auf Weihnachtsmärkten finden.
Heiraten im De Hoop Reservat
Wenn Sie eine romantische Hochzeit feiern wollen ist das De Hoop Reservat die Antwort. Fragen Sie uns an und wir erstellen Ihnen ein individuelles Angebot.
Eindruck von Daniella Csar (Oktober 2009)
Wer das Westkap originalgetreu erleben möchte und Wert auf Natur pur legt, der ist hier genau richtig. De Hoop vereint Naturschutz und Tourismus auf bemerkenswerte Weise und bietet Ferien fernab des Massentourismus. Oft trifft man auf dem kilometerlangen Sandstrand keine Menschenseele. Wer endlich mal so richtig entspannen möchte, der sollte hier buchen denn es gibt weder Handyempfang noch Internet! Zu Recht trägt das Reservat den Beinamen "Jewel oft he Cape"!






