Hazyview

Landkarte - Shangana Cultural Village
Hazyview liegt am Ufer des Sabie River in der Provinz Mpumalanga im Nordwesten Südafrikas und günstig zum Krüger Nationalpark in einer sehr schönen Landschaft, die - für Fotos leider - an manchen Tagen im Sommer von Dunst verschleiert sein kann. Daher kommt auch der Name der Kleinstadt.

Bis zum Numbi Gate in den Krüger Nationalpark sind es weniger als 20 km, zum Phabeni Gate etwa 12 km und das Paul Krüger Gate ist etwa 35 km entfernt. Aber Hazyview ist nicht nur ideal zum Krüger Nationalpark gelegen, sondern eignet sich auch sehr gut als Ausgangspunkt für andere Sehenswürdigkeiten in Mpumalanga und diesem Teil Südafrikas wie Blyde River Canyon, Pilgrim´s Rest, Bourke´s Luck Potholes, God´s Window und andere.

Die Region ist bekannt für seine Farmen, auf denen tropische und semi-tropische Früchte wie Mangos, Apfelsinen, Zitronen, Litchis und insbesondere Bananen. Angeblich soll Hazyview das weltbeste Klima für Bananen haben.

Abgesehen von der Möglichkeit, Tierbeobachtungsfahrten in den Krüger Nationalpark zu unternehmen, bietet die Region um Hazyview auch mehrere Golfplätze wie z.B. Sabi River Sun Golfplatz, Krügerpark Lodge Golfplatz, White River Country Estate und Leopard Creek. Außerdem werden auch Ballonfahrten und Quadbike- und Wandertouren angeboten.

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Hazyview Umgebung

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Shangana Cultural Village

bei Hazyview
Die Bewohner von traditionellen Dörfern der Shangaan laden Sie ein, einen Einblick in ihr Leben zu gewinnen.
Die pittoresken Dörfer stehen im Schatten mächtiger Bäume in einem Schutzgebiet mit Wald und Grasland und sind täglich geöffnet.
Ein lebhafter afrikanischer Markt ist das Zentrum von Shangana, auf dem örtliche Handwerker ihre Produkte herstellen und verkaufen. Shangana wurde von Mitgliedern des Volks der Shangaan selbst gebaut. Die Menschen sind stolz auf diesen Ort, in dem sie ihre reiche Tradition erhalten. Gleichzeitig ist es ein Beispiel für die kulturelle Vielfalt in Südafrika.
Guides führen Sie bei Besuchen während des Tages, bei Mittagsbesuchen einschließlich Mittagessen oder dem Abendfest im Kraal des Chief.

Marula Market
Der Marula Market, Marula nach einem afrikanischen Baum benannt, besteht aus Hütten umgeben von Bäumen. Hier stellen örtliche Handwerker ihre Gegenstände her, andere arbeiten zu Hause und lassen ihre Produkte auf dem Markt verkaufen. Der Marula Market spielt eine wichtige Rolle für die dörfliche Bevölkerung, denn er bietet den Menschen eine zusätzliche Einkommensquelle.
Angeboten werden Gegenstände aus Ton und Stein, Schnitzereien, Statuen und Töpfe. Im Ofen in der Mitte des Markts werden die Tonarbeiten gebrannt.
Der Markt in Shangana ist täglich von 09.oo Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Einstündige Führung:
Tagsüber werden einstündige Touren über den Marula Market, durch den Bush und über Felder angeboten. Der Guide erläutert Ihnen, wie die Shangaan ihre traditionelle Landwirtschaft betreiben und wie sie leben. Der Weg führt Sie zu einem Dorf, in dem der Shangaan "headman", seine Frauen und seine Kinder wohnen.
Im Dorf erzählt Ihnen der Guide Wissenswertes über das Leben der Shangaan, ihre Geschichte, ihre Sitten, die Initiationsriten, Kleidung, Waffen, die Vielehe, den Bau von Häusern, Perlenschmuck und die Zubereitung der Mahlzeiten. Der Guide erläutert Ihnen auch die notwenige Etikette.
Nach dem Besuch beim Chief und seiner Familie gehen Sie zum Kraal des Sangoma, des traditionellen Heilers (es könnte aber auch eine Frau sein). Der Sangoma erklärt Ihnen die Wirkung verschiedener "mutis" - seiner Medizin. Falls Sie es wünschen, wirft er auch die Knochen, aus denen er Ihr Schicksal lesen kann. Der Sangoma ist ein registriertes Mitglied der Vereinigung der traditionellen Heiler.
Führungen während des Tages kosten etwa 55 Rand (Stand 2004).
Führungen um 12.00 Uhr, um 13.00 Uhr oder nach Vereinbarung einschließlich Mittagessen (Dauer etwa 1,5 Stunden):
Zunächst entspricht diese Tour der normalen Führung, wie sie oben beschrieben wurde. Zusätzlich wird Ihnen ein Mittagessen im Dorf serviert.
Die Frauen des Chief waschen den Gästen die Hände. Dann werden die Töpfe mit den Speisen von der Feuerstelle gebracht. Sie können dann von allen Gerichten, zu denen selbstverständlich auch das traditionelle Mieliepap gehört, essen.
Führungen während des Tages einschließlich Mittagessen kosten etwa 115 Rand (Stand 2004).

Abendfest (Dauer etwa 3 Stunden):
Bei Sonnenuntergang werden Sie von einem Führer zum Kraal des Chief Soshangana begleitet. Die Trommeln werden lauter, und Krieger geleiten Sie an Steintürmen und flackernden Fackeln vorbei in den großen Kraal des Chief, der Ihr Gastgeber ist. Während der Abendveranstaltung werden Tänze ausgeführt, es wird gesungen und die Geschichte des Shangaan-Volks erzählt. Dabei werden Ihnen traditionelles Bier und örtliche Speisen angeboten. Außerdem laden die Frauen des Chief Sie ein, an einem traditionellen Essen in ihren Häusern teilzunehmen.
Anschließend kehren Sie zum zweiten Teil der Show zurück, die Ihnen die moderne Geschichte der Shangaan erzählt. Am Ende werden Sie wieder zwischen den Sängern hindurch zurück in die Ihnen vertraute Welt geführt.
Aufführungen finden im Winter um 17.15 Uhr und im Sommer um 18.00 Uhr statt. Der Preis beträgt 190 Rand (Stand 2004).
Ein kurzer Überblick über die Geschichte der Shangaan:
Der Zulukönig Shaka sandte Soshangana (Manukosi) aus, das Volk der Tsonga, das im heutigen Mozambique lebte, zu erobern. Als Soshangana jedoch ein von friedfertigen Menschen bewohntes Land vorfand, beschloss er zu bleiben und nicht zu Shaka zurück zu kehren.

Soshangana führte Shakas Militär- und Herrschaftssystem ein und lehrte den Tsonga die Kampftechniken der Zulus. Außerdem lehrte er sie, Lederkleidung zu tragen und Straußenfedern als Kopfschmuck. Den Baustil der Tsongas, Rundhütten und mit Mustern geschmückten Rieddächern, änderte er jedoch nicht, denn sie waren einfach sehr schön.

Allerdings war das Leben der neuen Nation nicht immer friedlich. Shaka war wütend und schickte Truppen, um Soshangana anzugreifen, aber auch sie kamen nicht zurück. Aufgrund interner Streitigkeiten zerstreute sich das Vol der Shangaan bis hinauf in den Kongo. Auch die Portugiesen bekämpfte Soshangana in den Jahren 1833 und 1834. Sein Tod im Jahre 1858 wurde in ganz Jahr lang verheimlicht. Als sein Tod jedoch bekannt wurde, setzte ein heftiger Machtkampf zwischen seinen beiden Söhnen ein. Es folgte ein sechs Jahre andauernder Krieg, bis schließlich Muzila seinen Bruder 1862 am Sabi River in einem Kampf besiegen konnte.

Nghunghunyana, Muzilas Sohn, folgte seinem Vater 1884. Bis heute gilt er als der beliebteste und auch der letzte große Chief. Er kämpfte gegen die portugiesischen Kolonialisten und wurde gefangen genommen. Es gelang ihm zwar, die Freilassung seiner Familie zu erreichen, er selbst musste jedoch bis zu seinem Tod in Gefangenschaft bleiben.
Heutzutage leben die Shangaan hauptsächlich im Gebiet zwischen dem Krüger Nationalpark und den Drakensbergen, in den Provinzen Mpumalanga und Limpopo. Ihr Brudervolk, die Tsongas bewohnen vor allem das südliche Mozambique.>

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