Great Zimbabwe Ruins - Ruinen von Groß-Simbabwe, Simbabwe

Great Zimbabwe Ruins - Ruinen von Groß-Simbabwe

bei Masvingo

Die Ruinen von Groß-Simbabwe befinden sich etwa 40 km von Masvingo entfernt im Süden von Simbabwe  und stehen seit 1986 auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes.

Die Anlage ist der größte vorkoloniale Steinbau in Afrika südlich der Sahara. Die Ruinen gehören zu den wichtigsten historischen Stätten und Sehenswürdigkeiten des Landes. Die Stadt hatte ihre Blütezeit vom 11. bis Mitte des 15. Jahrhunderts und war das politische Machtzentrum des Monomotapa-Reiches.
Als die ersten Europäer die Ruinenstadt sahen, hielten sie sie irrtümlicherweise für den Palast der Königin von Saba. Der deutsche Geologe Dr. Carl Gottlieb Mauch beschrieb 1871 erstmals die kolossalen Bauten. Im Jahre  1899 führte Carl Peters eine Forschungsreise an den Sambesi durch, um zu beweisen, dass es sich um das biblische Goldland Ophir handelte, denn er konnte sich nicht vorstellen, dass die Ruinen afrikanischen Ursprungs sein könnten.

Erst archäologische Untersuchungen im 20. Jahrhundert widerlegten die von Vorurteilen und Rassismus geprägten Thesen und zeigten auf, dass Great Simbabwe um 1100 n. Chr. von Bewohnern des Landes erbaut wurde. In der Blütezeit lebten zwischen 10.000 und 18.000 Menschen in der Stadt.

Zum Untergang von Great Zimbabwe führten wahrscheinlich Dürren oder Überweidung, vielleicht kriegerische Auseinandersetzungen mit benachbarten Stämmen.

So wie in der Vergangenheit aus ideologischen Gründen der afrikanische Ursprung der Anlage bestritten wurde, so nutzt der jetzige Präsident Mugabe Groß-Simbabwe, um seine Herkunft auf die Könige von Groß-Simbabwe zurückzuführen und so seine Herrschaft in afrikanische  Traditionen einzubinden.

Die Anlage der Great Zimbabwe Ruins besteht aus zwei Bereichen, der Bergruine, der sogenannten „Akropolis“, auf einer Anhöhe und der Großen Einfriedung mit vielen ausgegrabenen Mauern unterhalb der Anhöhe. Die Mauern bestehen aus Granitsteinen meistens flacher Form, die im Trockenverband ohne Mörtel aufgeschichtet sind und sich nach oben verjüngen. Besonders beeindruckend ist die Große Einfriedung  mit ihrer 255 m langen, an der Basis bis zu 6 m dicken und etwa 11 m hohen Mauer. Innerhalb dieser und einer zweiten, weniger dicken Mauer steht ein 10 m hoher konischer Turm. Da dieser Turm nicht hohl, sondern mit Steinen gefüllt ist, ist seine Funktion immer noch ungeklärt. In diesem Bereich befanden sich wohl auch der Palast und die Hütten des königlichen Haushalts.

Bei den Ausgrabungen wurden auch die sogenannten Simbabwe-Vögel gefunden, Steinskulpturen aus Speckstein. Heute sind die Vögel ein nationales Symbol und auf der Flagge und dem Wappen Simbabwes zu finden.

Umfassendere Informationen zu den Great Zimbabwe Ruins finden Sie auf der Webseite von Wikipedia.

Empfehlenswert ist auch eine Sendung des SWR, Schätze der Welt – Erbe der Menschheit, Folge 51, Das Geheimnis der Ruinenstadt von Simbabwe, Afrika.

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