Gepard Engl.: Cheetah Tiere Afrikas Säugetiere Vögel Wale

Gepard

Engl.: Cheetah
Lat.: Acinonyx jubatus
Körperlänge: Männchen bis zu 2.2 m
Schwanzlänge: fast 1 m
Schulterhöhe: ca 90 cm
Gewicht: Männchen bis 60 / 70 kg, Weibchen bis 40 kg

Hier finden Sie Informationen zum Cheetah Outreach Projekt in Somerset West.

Beschreibung
Der Gepard ist eine außergewöhnlich schöne und zudem die schnellste Raubkatze. Ihr Körper wirkt geschmeidig und stromlinienförmig. Sie hat ein gelb-goldenes Fell mit schwarzen Flecken. Das Bauchfell ist weiß. Charakteristisch sind außerdem die schwarzen Tränenstreifen, die von den Augen bis zu den Mundwinkeln reichen. Auffällig sind auch die langen Beine, die mit für seine hohe Laufgeschwindigkeit verantwortlich sind.

Geparden, Cheetahs
Der Gepard jagt während des Tages und zieht sich nachts in ein Versteck zurück.
Seine Augen sind ganz hervorragend. Man sieht ihn oft auf einem erhöhten Aussichtspunkt sitzen und nach eventueller Beute Ausschau halten. Geruchssinn und Gehör sind weniger stark ausgeprägt.

Vorkommen
Man findet Geparden in Ost- und Nordafrika, sowie in Asien. In Asien ist er fast ausgerottet und in Afrika stark bedroht. In Afrika findet man ihn vor allem in den offenen Gras- und Buschsavannen. Namibia hat mit ca. 2500 Tieren die größte Gepardenpopulation. Der Bestand der Geparden ist außer durch den Menschen noch durch zwei weitere Faktoren bedroht, nämlich den geringen Genpool und eine geringe Anzahl an Spermien. In den letzten Jahren wurde eine sehr nahe genetische Verwandtschaft der verschiedenen Populationen der Geparde festgestellt. Über genetische und immunologische Untersuchungen konnte festgestellt werden, dass die heutigen Geparde wahrscheinlich alle von einer sehr kleinen Stammgruppe abstammt, die vor etwa 10.000 Jahren gelebt hat. Entsprechend stellte man Inzuchtraten fest, die beinahe denen der Labormäuse entsprechen, entsprechend anfällig sind die Geparde wohl auch gegenüber Krankheiten und Umweltveränderungen. Aufgrund der heutigen Verbreitung und der Anzahl der lebenden Geparde wird jedoch allgemein davon ausgegangen, dass die genetische Einförmigkeit in freier Wildbahn heute keinen wesentlichen Nachteil für die Tiere bedeutet.
. In Verhältnis zu anderen Katzen haben Geparde 90% weniger Spermien und von den restlichen 10% weisen 75% Abnormalitäten auf.
Verhalten und Ernährung
Geparde sind Einzelgänger, aber es kommt durchaus vor, dass mehrere männliche Geparde eine Gruppe bilden, um besser jagen zu können. Bei der Jagd schleicht sich der Gepard möglichst nahe an seine Beute heran und hetzt dann mit bis zu 115 km/h hinter dem Beutetier her. Dabei beschleunigt er in 4 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Kein anderes Raubtier ist schneller als er. Allerdings hält er dies selten länger als 600 bis 800 Meter durch. Nach der Jagd ist der Gepard oft so erschöpft, dass er lange Zeit nicht in der Lage ist zu fressen. In dieser Zeit verliert er seine Beute häufig an Konkurrenten wie Hyäne, Leopard oder Löwe.

Fortpflanzung
Männchen und Weibchen kommen nur während der Paarungszeit zusammen, in der das Weibchen etwa 6 bis 7 Tage lang empfängnisbereit ist. Das Männchen erkennt am Geruch des Urins, ob das Weibchen paarungsbereit ist. Der männliche Gepard nutzt dazu das Jacobsonsche Organ in der oberen Mundhöhle. Er zieht zum Riechen die Oberlippe zurück; man nennt das Flehmen.
Nach einer Trächtigkeit von ca.95 Tagen kommen 1 - 3 Junge zur Welt, die die Mutter verlassen müssen, sobald sie wieder paarungsbereit ist. Die Sterblichkeit junger Geparden ist sehr hoch; weniger als die Hälfte überlebt.
In freier Wildbahn können Geparden ein Alter von etwa 8 Jahren erreichen.

Landkarte
Geparden Cheetah Verbreitungsgebiet