Flusspferd, auch Nilpferd
Engl.: Hippo, hippopotamus
Lat.: Hippopotamus amphibius
Länge: 4,50 m
Schulterhöhe: 1,65 m
Gewicht: bis über 30 Zentner
Die
Familie der Flusspferde besteht nur aus 2 Arten: das Flusspferd
(Großflusspferd) und das Zwergflusspferd. Hier finden Sie Details zum
Großflusspferd.
Die Bezeichnung "Flusspferd", aus dem
Griechischen hippo = Pferd und potamus = Fluss, ist unzutreffend, denn
es ist eher mit den Schweinen als den Pferden verwandt. Den Namen
Nilpferd erhielt es, weil man die ersten Exemplare am Nil entdeckte.
Seitdem
Elefanten als bedrohte Tierart besonders geschützt werden, werden mehr
und mehr Flusspferde von Wilderern wegen der Zähne getötet, so dass die
Zahl der Flusspferde teilweise dramatisch zurückging.

Beschreibung
Das
Flusspferd ist ein massiges und eher unförmiges, plumpes Tier. Die Haut
ist schwärzlich-braun, an den Seiten kupferfarben, an der Unterseite
heller getönt und fast haarlos. Der Hals ist kurz, der Körper voll und
rund, der Schwanz kurz und dünn, die Beine sind unverhältnismäßig kurz
und formlos mit breiten vierhufigen Füßen. Auffällig sind die oben
stehenden Augen, Ohren und Nase, so dass das Flusspferd im Wasser
treibend dennoch die Umgebung wahrnehmen kann. Weiterhin auffällig sind
die bis zu 50 cm langen dolchartigen Eckzähne des Unterkiefers, die,
bis zu 6 kg schwer, zeitlebens nachwachsen und wie alle Zähne ständig
durch die Gegenzähne geschliffen werden.
Die Zähne machen Das Flusspferd zu einem gefährlichen Tier, das in Afrika mehr Menschen getötet haben soll als jedes andere.
Charakteristisch ist Grunzen der Flusspferde.
Vorkommen
Früher
in praktisch ganz Afrika vorkommend findet man das Flusspferd heute
südlich der Sahara nur noch vorwiegend in Tierschutzgebieten.
Verhalten und Ernährung
Das
Flusspferd ist ein geselliges Tier, das sich tagsüber fast vollkommen
im Wasser aufhält und eigentlich nur nachts zum Äsen an Land geht.
Es ernährt sich von Gras und Wasserpflanzen.
Es kann bis zu zehn Minuten unter Wasser bleiben. Es ist kein guter Schwimmer, sondern läuft auf dem Grund entlang.
Auffällig
ist die Art und Weise, in der männliche Tiere ihr Revier mit ihrem Kot
markieren. Sie verteilen ihn nämlich mit ihrem kurzen Schwanz, der wie
ein Propeller durch die Luft wirbelt.
Fortpflanzung
Nach etwa
8 Monaten wird ein einziges Junges an Land geboren, das bereits etwa 30
kg wiegt und bis zu 7 Jahre bei der Mutter bleibt.