Erongo-Gebirge und Spitzkoppe, Damaraland, Namibia

Erongo-Gebirge und Spitzkoppe

Das Erongo-Gebirge liegt zwischen Usakos und Swakopmund im Damaraland und entstand vor mehr als 100 Millionen Jahren durch vulkanische Aktivität und anschließende Erosion. Ein alter, erodierter und längst völlig inaktiver Vulkankegel bildet die Basis dieses von der Grundform her runden Gebirges. Auf Luftaufnahmen oder Satellitenbildern kann man den Erongo mit seinen etwa 40 km Durchmesser erkennen. Ausführliche Informationen zur Geologie der Erongo-Region finden Sie auf der Webseite des Erongo Mountain Rhino Sanctuary Trust.

Der höchste Punkt ist der Erongoberg mit 2.319 m Höhe. 

Spitzkoppe

Bemerkenswertester Berg ist die Spitzkoppe, ein Inselberg, der wegen seiner markanten Umrisse auch als das "Matterhorn Namibias" bezeichnet wird. Die Spitzkoppe ist etwa 728 Metern hoch und besteht aus Granitgestein. Die Höhendifferenz zwischen Bergspitze und dem trockenen, ebenen Umland beträgt 700 Meter. Neben der Spitzkoppe findet man noch die kleine Spitzkoppe (1584m) und die Pontok-Berge. Wenn Sie sich für die Spitzkoppe als Klettergebiet interessieren, sollten Sie sich die Webseite von Spitzkoppe. eu anschauen.

Obgleich das Gebiet sehr abwechslungsreich ist, und etwas abseits der üblichen Touristenrouten liegt, wird es doch eher selten besucht. Dabei bietet das Erongo-Gebirge  atemberaubende Felsformationen, riesige Granitfelsen und zahlreiche Buschmannzeichnungen. So befinden sich Felsmalereien, unter anderen den berühmten "Weissen Elefanten", in der Phillips-Höhle auf dem Geländer der Ameib-Farm, die auch für Tagesbesucher geöffnet ist. Besonders interessant sind die riesigen Granitkugeln von Bull's Party. Die Malerien der Paulas Cave sind nur Gästen der Erongo Wilderness Lodge zugänglich. Weitere Felsmalereien sind auf den Gebieten der AiAiba-Lodge, Erongo-Lodge und Omandumba zu besichtigen. (Es können Eintrittsgebühren anfallen.)

Natürlich können Sie hier auch heimische Wildtiere beobachten, Wanderungen und Farmrundfahrten unternehmen. Wie üblich in dermaßen trockenen Gebieten ist die Anzahl der Wildtiere zwar gering, die Vielfalt endemischer Tier- und Vogelarten jedoch beeindruckend.  

Der Erongo Mountain Rhino Sanctuary Trust, der von Grundeigentümern im Erongo-Gebirge gegründet wurde, hat sich dem Wild- und Naturschutz der 20.000 Hektra großen Erongo Mountain Conservancy verschrieben.  Inzwischen ist die Wiedereinbürgerung von Spitzmaulnashörnern Wirklichkeit geworden, darüber hinaus ist der bedrohte Schwarzgesichtimpala wieder eingebürgert worden und es bestehen sehr gute Bestände von Leoparden und Schabrackenhyänen. Außerdem kommen Kudu, Oryxantilope, Hartmann's Bergzebra, Springbock, Klippspringer, Damara Dik-Dik, Kronenducker, Steinböckchen, Warzenschwein, Erdwolf, Löffelhund, Gepard, Strauß und in einigen Bereichen auch Elenantilopen, Kuhantilopen (Hartebeest) und Giraffen vor. Elefanten gehören zum immer häufiger werdenden Wechselwild. Aber erwarten Sie keinen Wildreichtum wie im Etoscha Nationalpark. Man braucht schon etwas Glück, um Tiere zu sehen. Fotos und Informationen zu Fauna und Flora in der Erongo Mountain Nature Conservancy finden Sie auf der Webseite Ingrids-Welt.

Aber auch interessante Pflanzen kann man dort entdecken. So z.B. den gelblichen Butterbaum oder den Stinkbusch, den Balsambaum oder den „Giftboom“, ein Wolfsmilchgewächs, das einen extrem giftigen weißen Saft produziert, den die Buschmänner früher als Gift für ihre Pfeile hernahmen.
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