Emin Pascha Biographie


Wer war Emin Pascha?

Wäre er Amerikaner gewesen, hätte Hollywood wahrscheinlich längst einen Film über ihn gedreht. Aber so…

Jedenfalls ist es eine der außergewöhnlichsten Personen in der Geschichte von Uganda. Er war deutscher, Christ, Moslem, Afrikaner, Arzt, Natur- und Sprachforscher - ein Mensch, der selbst unter den ungewöhnlichen Menschen der Kolonialzeit auffällt.

Emin Pascha wurde 1840 als Eduard Oscar Theodor Schnitzer geboren. Nach einem Aufenthalt in Albanien, wo er mehrere Sprachen erlernte und sich orientalische Sitten und Gebräuche aneignete,  tauchte er 1875 in Kairo und dann in Khartoum auf. Zu dieser Zeit nahm er auch den Namen "Mehemet Emin" an, praktizierte als Arzt, sammelte Pflanzen, Tiere und Vögel und verkaufte sie an europäische Museen. Man hielt ihn für einen Moslem; ob er aber wirklich konvertierte, ist unklar.

Charles Gordon, der damalige Gouverneur von Equatoria, dem heutigen nördlichen Uganda und südlichen Sudan, ernannte Emin Pascha zum Chef der Gesundheitsbehörde. 1878 wurde er zum Gouverneur ernannt.

Die Mahdi Rebellion von 1881 zwang Emin in den Süden zu fliehen. Eine Expedition unter der Führung von Henry Morton Stanley traf 1888 Emin, um ihn zu retten. Allerdings wollte der sich gar nicht retten lassen und lieben in dem Land bleiben, das er liebte.

Nach einem Jahr gelang es Stanley Emin zu überreden, ihm zur Küste nach Bagamoyo zu folgen, das sie 1890 erreichten. Später trat Emin den Dienst deutscher Kolonialbehörden, unternahm eine Expedition ins Landesinnere und wurde von Sklavenhändlern ermordet.

 

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