Chobe Nationalpark in Botswana

Der
Chobe Nationalpark liegt im Nordwesten von Botswana und erstreckt sich
über ein Gebiet
von 10 698 qkm. Der Park bietet starke Kontraste und
eine
Vielfältigkeit an Wilderlebnissen. Hier findet man eine große
Anzahl an Vegetationstypen und geologischen Gegebenheiten - von den fast
tropischen Linyanti Sümpfen bis zu der fast wüstenähnlichen Savute
Landschaft.
Der Park gliedert sich grob in vier touristische Gebiete: Chobe FlussDas
Gebiet um den Chobe Fluss ist reich an Pflanzenleben, wie Sandveld,
Mopanewälder, Flutebenen, Graslandschaften und von Flüssen durchlaufende
Wälder.
Der Chobe Nationalpark ist berühmt für die größte
Elefantenpopulation Afrikas, riesige
Büffelherden, den Chobe Bushbok,
einen unglaublichen Vogelreichtum sowie Puku, deren Lebensraum hier die
südlichste Grenze bildet.
JahreszeitenRegenzeit:Als Regenzeit betrachtet man die Periode von November bis März, wobei der Höhepunkt in die Monate Januar und Februar fällt. Dann ist es aufgrund der Beschaffenheit des Ton- und Lehmbodens sehr schwierig, das Land mit einem Fahrzeug zu durchqueren; der Landstreifen entlang des Chobe Flusses ist jedoch meistens zugänglich.
Die Regenzeit ist außerdem die wärmste Zeit des Jahres mit hohen Temperaturen und einer hohen Luftfeuchtigkeit. Der Blumen- und Vogelreichtum ist beeindruckend. Zahlreiche Tiere bringen jetzt auch ihren Nachwuchs zur Welt, denn Futter und Wasser steht im Überfluss zur Verfügung.
Trockenzeit:Die Monate Mai bis Oktober gelten als die Trockenzeit, in der das Inland austrocknet und sich das Wild, teils in großen Herden, entlang des Flusses aufhält. Jetzt ist es auch die beste zeit für Tierbeobachtungen, denn die Vegetation ist weniger dicht und bietet somit dem wild weniger Deckung.
Der Oktober ist einerseits der heißeste Monat des Jahres, andererseits aber auch die beste Zeit für die Tierbeobachtung.
Savute (Savuti)

Hier findet man meist Kameldornbäume, Sandboden, offene Savannen und Mopanebäume.
Tierbeobachtungsmöglichkeiten gibt es sehr zahlreich, da sich die Tiere
in der Mittagshitze im kühlenden Schatten versammeln bzw. während der
kühleren Morgen- und Nachmittagsstunden in den offenen Savannen grasen.
LinyantiIm
nordwestlichen Teil des Chobe Nationalparks, an der Grenze zu Namibia,
befinden sich die
Linyanti Sümpfe, in denen hauptsächlich Jackelberry
und Leberwurstbäume wachsen. Pirschaktivitäten führen oft entlang des
Flusses bzw. entlang der Sümpfe, wo sich Tiere ansammeln.
NagotsaaIm
östlichen Teil des Chobe Nationalpark findet man in Nagotsaa
hauptsächlich Mopane und Miombo Baumbestände. Wenn die Wasserstellen
gefüllt sind, gibt es wenige Orte in Botswana, die Nagotsaa in puncto
Tierbeobachtung übertreffen können.
Die ersten EinwohnerDie
Ureinwohner dieses Gebietes waren die San. Sie waren Jäger und Sammler
und zogen von einem Gebiet zum anderen auf der Suche nach Wasser, wilden
Früchten und wilden Tieren. Später gesellten sich zu ihnen die Basubiya
und Anfang des 20. Jahrhunderts die Batawana.