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AGBs

AST-African Special Tours GmbH Reisebedingungen -PDF Logo als PDF drucken

Reisebedingungen von AST African Special Tours GmbH


1. Abschluss des Reisevertrages

1.1 Mit der Buchung = Reiseanmeldung bietet der

Kunde dem Reiseveranstalter den Abschluss des Reisevertrages verbindlich an. Grundlage dieses Angebots sind die Reiseausschreibung und die ergänzenden Informationen des Reiseveranstalters für die jeweilige Reise, soweit diese dem Kunden vorliegen.

 

1.2 Reisevermittler (z.B. Reisebüros) und Leistungsträger (z.B. Hotels, Beförderungsunter- nehmen) sind vom Reiseveranstalter nicht bevollmächtigt, Vereinbarungen zu treffen, Aus- künfte zu geben oder Zusicherungen zu machen, die den vereinbarten Inhalt des Reisevertrages abändern,  über  die  vertraglich zugesagten Leistungen  des Reiseveranstalters  hinausgehen oder  im  Widerspruch  zur  Reiseausschreibung stehen.

 

1.3 Orts- und Hotelprospekte, die nicht vom Reiseveranstalter herausgegeben werden, sind für den Reiseveranstalter und dessen Leistungspflicht nicht verbindlich, soweit sie nicht durch aus- drückliche Vereinbarung mit dem Reisenden zum Gegenstand  der  Reiseausschreibung  oder  zum Inhalt der Leistungspflicht des Reiseveranstalters gemacht wurden.

 

1.4 Die Buchung kann mündlich, schriftlich, telefonisch, per Telefax oder auf  elektronischem Weg (E-Mail, Internet) erfolgen. Bei elektronischen Buchungen bestätigt der Reiseveranstalter den Eingang der Buchung unverzüglich auf elektroni- schem Weg. Diese Eingangsbestätigung stellt noch keine Bestätigung der Annahme des Buchungs- auftrags dar.

 

1.5 Der Kunde hat für alle Vertragsverpflichtungen von Mitreisenden, für die er die Buchung vornimmt, wie für seine eigenen einzustehen, sofern er diese Verpflichtung durch ausdrückliche und gesonderte Erklärung übernommen hat.

 

1.6 Der Vertrag kommt mit dem Zugang der Annahmeerklärung des Reiseveranstalters zu- stande.  Sie  bedarf  keiner  bestimmten  Form.  Bei oder unverzüglich nach Vertragsschluss wird der Reiseveranstalter dem Kunden eine schriftliche Reisebestätigung übermitteln.

 

1.7 Weicht der Inhalt der Annahmeerklärung des Reiseveranstalters vom Inhalt der Buchung ab, so liegt ein neues Angebot des Reiseveranstalters vor, an das er für die Dauer von zehn Tagen gebunden ist. Der  Vertrag kommt auf der Grundlage dieses neuen Angebots zustande, wenn der Kunde innerhalb der Bindungsfrist dem Reiseveranstalter die Annahme durch ausdrückliche Erklärung, Anzahlung oder Restzahlung erklärt.

2. Bezahlung

2.1 Nach Vertragsabschluss und gegen Aushändigung des Sicherungsscheines wird eine Anzahlung zur Zahlung fällig. Die Restzahlung wird - sofern kein anderer Zahlungstermin vereinbart ist und die Reise nicht mehr aus dem in Ziffer 8.1 genannten Grund abgesagt werden kann - vier Wochen vor Reisebeginn fällig.

2.2 Leistet der Kunde die Anzahlung und / oder die Restzahlung nicht entsprechend den vereinbarten Zahlungsfälligkeiten, so ist der Reiseveranstalter berechtigt, nach Mahnung mit Fristsetzung vom Reisevertrag zurückzutreten und den Kunden mit Rücktrittskosten gemäß Ziffer 5.2 Satz 2 bis 5.5 zu belasten.

3. Leistungsänderungen

3.1  Änderungen wesentlicher  Reiseleistungen  von dem vereinbarten Inhalt der Reise, die nach Vertragsabschluss notwendig werden und vom Reiseveranstalter nicht wider Treu und Glauben herbeigeführt  wurden,  sind  nur  gestattet,  soweit die Änderungen nicht erheblich sind und den Gesamtzuschnitt der Reise nicht beeinträchtigen.

 

3.2. Eventuelle Gewährleistungsansprüche bleiben unberührt, soweit die geänderten Leistungen mit Mängeln behaftet sind.

 

3.3. Der Reiseveranstalter ist verpflichtet, den Kunden über wesentliche Leistungsänderungen unverzüglich nach Kenntnis von dem Änderungsgrund zu informieren.

 

3.4 Im Fall einer erheblichen Änderung einer wesentlichen Reiseleistung ist der Kunde berechtigt, unentgeltlich vom Reisevertrag zurückzutreten oder die Teilnahme an einer mindestens gleichwertigen Reise zu verlangen, wenn der Reiseveranstalter in der Lage ist, eine solche Reise ohne Mehrpreis für den Kunden aus seinem Angebot anzubieten. Der Kunde hat diese Rechte unverzüglich nach der Erklärung des Reiseveranstalters über die Änderung der Reiseleistung oder die Absage der Reise diesem gegenüber geltend zu machen.

 

4. Preiserhöhung

Der Reiseveranstalter behält sich vor, den im Reisevertrag vereinbarten Preis im Falle der Erhöhung der Beförderungskosten oder der Ab-gaben für bestimmte Leistungen wie Flughafen- gebühren oder einer Änderung der für die betreffende Reise geltenden Wechselkurse entsprechend wie folgt zu ändern.

 

4.1 Erhöhen sich die bei Abschluss des Reise- vertrages bestehenden Beförderungskosten, ins- besondere die Treibstoffkosten, so kann der Reise- veranstalter den Reisepreis nach Maßgabe der nachfolgenden Berechnung erhöhen:

a) Bei einer auf den Sitzplatz bezogenen Erhöhung kann der Reiseveranstalter vom Kunden den Erhöhungsbetrag verlangen.

b) In anderen Fällen werden die vom Beförderungs- unternehmen pro Beförderungsmittel geforderten zusätzlichen  Kosten  durch  die  Zahl  der  Sitzplätze des vereinbarten Beförderungsmittels geteilt. Den Reisetermin mehr als 4 Monate liegen und die zur Erhöhung führenden Umstände vor Vertragsabschluss noch nicht eingetreten und bei Vertragsabschluss für den RV nicht vorhersehbar waren.

 

4.3 Bei einer Änderung der Wechselkurse nach Abschluss des Reisevertrages kann der Reisepreis in dem Umfange erhöht werden, in dem sich die Reise dadurch für den Reiseveranstalter  verteuert hat.

 

4.4 Eine Erhöhung ist nur zulässig, sofern zwischen Vertragsabschluss und dem vereinbarten Reisetermin mehr als 4 Monate liegen und die zur Erhöhung führenden Umstände vor Vertragsabschluss noch nicht eingetretenund bei Vertragsabschluss für den RV nicht vorhersehbar waren.

4.5 Im Falle einer nachträglichen Änderung des Reisepreises hat der Reiseveranstalter den Kunden unverzüglich zu informieren. Preiserhöhungen ab dem  20.Tag  vor Reiseantritt sind unwirksam. Bei Preiserhöhungen von mehr als 5 % ist der Kunde berechtigt, ohne Gebühren vom Reisevertrag zurückzutreten oder die Teilnahme an einer mindestens gleichwertigen  Reise zu verlangen, wenn der Reiseveranstalter in der Lage ist, eine solche Reise ohne Mehrpreis für den Kunden aus seinem Angebot anzubieten. Der Kunde hat diesen Anspruch unverzüglich nach der Mitteilung des Reiseveranstalters über die Preiserhöhung diesem gegenüber geltend zu machen.

5. Rücktritt durch den Kunden vor Reisebeginn/ Stornokosten

5.1 Der Kunde kann jederzeit vor Reisebeginn von der Reise zurücktreten. Der Rücktritt ist gegenüber dem Reiseveranstalter schriftlich zu erklären. Falls die Reise über ein Reisebüro gebucht wurde, kann der  Rücktritt  auch  diesem  gegenüber  erklärt werden. Maßgebend ist der Zugang der Rücktrittserklärung beim Reiseveranstalter. 

5.2 Tritt der Kunde vor Reisebeginn zurück oder tritt er die Reise nicht an, so verliert der Reise- veranstalter den Anspruch auf den Reisepreis. Stattdessen kann der Reiseveranstalter, soweit der Rücktritt nicht von ihm zu vertreten ist oder ein Fall höherer Gewalt vorliegt, eine angemessene Entschädigung für die bis zum Rücktritt getroffenen Reisevorkehrungen und seine Aufwendungen in Abhängigkeit von dem jeweiligen Reisepreis verlangen.

5.3 Der Reiseveranstalter hat diesen Entschädigungsanspruch zeitlich gestaffelt, d. h. unter Berücksichtigung der Nähe des Zeitpunktes des Rücktritts zum vertraglich vereinbarten Reisebeginn in einem prozentualen Verhältnis zum Reisepreis pauschaliert und bei der Berechnung der Entschädigung gewöhnlich ersparte Aufwendungen und mög- liche anderweitige Verwendungen der Reiseleistungen zu berücksichtigen. Die Entschädigung wird nach dem Zeitpunkt des Zugangs der Rücktrittserklärung des Kunden wie folgt berechnet: bis 60 Tage vor Reiseantritt 20%, ab 59. bis 31 Tage vor Reiseantritt 30%, ab 30. bis 21 Tag vor Reiseantritt 35%, ab 20. bis 11. Tag vor Reiseantritt 50%, ab 10. Tag vor Reiseantritt 90% des Reisepreises.

5.4 Dem Kunden bleibt es in jedem Fall unbenommen, dem Reiseveranstalter nachzuweisen, dass diesem überhaupt kein oder ein wesentlich niedrigerer Schaden entstanden ist, als die von ihm geforderte Pauschale.

5.5 Der Reiseveranstalter behält sich vor, in Abweichung von den vorstehenden Pauschalen eine höhere, konkrete Entschädigung zu fordern. In diesem  Fall  ist  der  Reiseveranstalter  verpflichtet, die geforderte Entschädigung unter Berücksichtigung der ersparten Aufwendungen und einer etwaigen, anderweitigen Verwendung der Reiseleistungen konkret zu beziffern und zu belegen.

6. Rücktritt und Kündigung durch den Reiseveranstalter

6.1. Rücktritt wegen Nichterreichens der Mindestteilnehmerzahl

Der Reiseveranstalter kann wegen Nichterreichens der Mindestteilnehmerzahl nur dann vom Reisevertrag zurücktreten, wenn er

a) in der jeweiligen Reiseausschreibung die Mindestteilnehmerzahl beziffert, sowie den Zeitpunkt, bis zu welchem vor dem vertraglich vereinbarten Reisebeginn dem Kunden spätestens die Erklärung zugegangen sein muss, angegeben hat und

b) in der Reisebestätigung die Mindestteilnehmerzahl und die späteste Rücktrittsfrist deutlich angibt oder dort auf die entsprechenden Angaben in der Reiseausschreibung verweist.

Ein  Rücktritt  ist  spätestens  am  35. Tag  vor  dem vereinbarten  Reiseantritt  dem  Kunden gegenüber zu erklären. Sollte bereits zu einem  früheren  Zeitpunkt ersichtlich  sein, dass  die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht werden kann, hat der Reise- veranstalter unverzüglich von seinem Rücktrittsrecht Gebrauch zu machen. Wird die Reise aus diesem Grund nicht durchgeführt, erhält der Kunde auf den Reisepreis geleistete Zahlungen unverzüglich zurück.

6.2.  Der Reiseveranstalter kann den Vertrag nach Reisebeginn kündigen, wenn der Reisende die Durchführung des Vertrages ungeachtet einer Abmahnung nachhaltig stört, oder wenn er sich in solchem Maß vertragswidrig verhält, dass die sofortige  Aufhebung  des  Vertrages  gerechtfertigt ist. Kündigt der Reiseveranstalter, so behält er den Anspruch auf den Gesamtpreis; der Reiseveranstalter muss sich jedoch den Wert ersparter Auf- wendungen sowie diejenigen Vorteile anrechnen lassen, die er aus einer anderweitigen Verwendung der Reiseleistung erlangt, einschließlich der ihr eventuell von den Leistungsträgern gut- geschriebenen Beträge. Die örtlichen Bevollmächtigen  des  Reiseveranstalter  sind  in  diesen Fällen bevollmächtigt, die Rechte des Reiseveranstalters wahrzunehmen.

 

7. Umbuchungen

7.1   Ein Anspruch des Kunden nach Vertragsabschluss auf Änderungen hinsichtlich der Reise- dauer, des Reisetermins, Reiseziels, Abflugsortes, Zielflughafen, Verpflegungs- oder Unterbrin- gungsart, Unterkunft, Fahrzeugtyp oder Fahrzeugausstattung bei Mietwagen oder Campmobilen besteht nicht. Wird auf Wunsch des Kunden dennoch eine Umbuchung vorgenommen, kann der Reiseveranstalter ein Umbuchungsentgelt pro Kunden erheben. Dieses beträgt bis zum Zeitpunkt der ersten Staffel der vorstehend angegebenen Stornopauschalen der unter Ziffer 5.3 angegebenen Stornopauschalen der einzelnen Reisearten ein Bearbeitungsentgelt von 40 Euro pro Person und Umbuchungsvorgang.

7.2 Durch Umbuchungen anfallende Mehrkosten sind  zusätzlich  zum  Bearbeitungsentgelt zu erstatten. Bei Änderungen, Neubuchungen und Stornierungen von Flügen, für die bereits Flug- scheine  ausgestellt  sind,  wird  nach den Bedingungen der jeweiligen befördernden Fluggesellschaft ein Entgelt zwischen 80 Euro bis derzeit 310 Euro fällig. Derartige  Entgelte fallen auch bei „No-Show“ (Nichterscheinen beim Abflug) an. Der Kunde  wird  vom Reiseveranstalter  vor Durchführung der Umbuchung auf die anfallenden Kosten hingewiesen.

7.3 Umbuchungswünsche können, sofern ihre Erfüllung überhaupt möglich ist, nur nach Rücktritt des Reisenden vom Reisevertrag zu den vorstehenden Bedingungen und gleichzeitiger Neuanmeldung durchgeführt werden.

7.4  Die vorstehenden Regelungen gelten nicht für Umbuchungswünsche, die nur geringfügige Kosten verursachen.

8. Nicht in Anspruch genommene Leistung

Nimmt der Kunde einzelne Reiseleistungen, die ihm ordnungsgemäß angeboten wurden, nicht in Anspruch aus Gründen, die ihm zuzurechnen sind (z.B. wegen vorzeitiger Rückreise oder aus sonstigen zwingenden Gründen), hat er keinen Anspruch auf anteilige Erstattung des Reisepreises. Der Reiseveranstalter wird sich um Erstattung der ersparten Aufwendungen durch die Leistungsträger bemühen. Diese Verpflichtung entfällt, wenn es sich um völlig unerhebliche Leistungen handelt oder wenn einer Erstattung gesetzliche oder behördliche Bestimmungen entgegenstehen.

 

9. Mitwirkungspflichten des Kunden

9.1 Mängelanzeige

Wird  die  Reise  nicht  vertragsgemäß  erbracht,  so kann der Kunde Abhilfe verlangen.  Der Kunde ist aber verpflichtet, dem Reiseveranstalter einen aufgetretenen  Reisemangel unverzüglich anzuzeigen. Unterlässt er dies schuldhaft, tritt eine Minderung des Reisepreises nicht ein. Dies   gilt   nur   dann   nicht,   wenn   die   Anzeige erkennbar aussichtslos ist oder aus anderen Gründen unzumutbar ist. Der  Kunde  ist  verpflichtet,  seine  Mängelanzeige unverzüglich der Reiseleitung am Urlaubsort zur Kenntnis zu geben. Ist eine Reiseleitung am Urlaubsort nicht vorhanden, sind etwaige Reisemängel dem Reiseveranstalter an dessen Sitz zur Kenntnis zu geben. Über die Erreichbarkeit der Reiseleitung bzw. des Reiseveranstalters wird der Kunde in der Leistungsbeschreibung, spätestens jedoch mit den Reiseunterlagen, unterrichtet. Die   Reiseleitung   ist   beauftragt,   für   Abhilfe   zu sorgen, sofern dies möglich ist. Sie ist jedoch nicht befugt, Ansprüche des Kunden anzuerkennen.

 

9.2  Fristsetzung vor Kündigung

Will   ein   Kunde   den   Reisevertrag   wegen   eines Reisemangels der in § 651 c BGB bezeichneten Art nach § 651 e BGB oder aus wichtigem, dem Reiseveranstalter erkennbaren Grund wegen Unzumutbarkeit kündigen, hat er dem Reiseveranstalter zuvor eine angemessene Frist zur Abhilfeleistung zu setzen. Dies gilt nur dann nicht, wenn Abhilfe unmöglich ist oder vom Reiseveranstalter verweigert wird oder wenn die sofortige Kündigung des Vertrages durch ein besonderes, dem Reiseveranstalter erkennbares Interesse des Kunden gerechtfertigt wird.

 

9.3 Gepäckbeschädigung und Gepäckverspätung

Schäden oder Zustellungsverzögerungen bei Flugreisen   empfiehlt   der   Veranstalter  dringend unverzüglich  an  Ort  und  Stelle  mittels  Schadens- anzeige   (P.I.R.)   der  zuständigen  Fluggesellschaft anzuzeigen. Fluggesellschaften lehnen in der Regel Erstattungen  ab,  wenn die  Schadenanzeige  nicht ausgefüllt worden ist. Die Schadensanzeige ist bei Gepäckbeschädigung binnen 7 Tagen und bei Verspätung innerhalb 21 Tagen nach Aushändigung, zu erstatten. Im übrigen ist der Verlust, die Beschädigung oder die Fehlleitung von Reisegepäck der Reiseleitung oder der örtlichen Vertretung des Veranstalters anzuzeigen.

 

9.4  Reiseunterlagen

Der  Kunde  hat den  Reiseveranstalter  zu informieren, wenn er die erforderlichen Reise- unterlagen (z. B. Flugschein, Hotelgutscheine) nicht innerhalb der vom Reiseveranstalter mitgeteilten Frist erhält.

 

10. Beschränkung der Haftung

10.1     Die  vertragliche  Haftung  des  Reiseveranstalters für Schäden, die nicht Körperschäden sind, ist auf den dreifachen Reisepreis beschränkt,

a) soweit ein Schaden des Kunden weder vorsätzlich noch grob fahrlässig herbeigeführt wird oder

b)  soweit  der  Reiseveranstalter  für  einen  dem

Kunden entstehenden Schaden allein wegen eines Verschuldens eines Leistungsträgers verantwortlich ist.

10.2  Die deliktische Haftung des Reiseveranstalters für Sachschäden, die nicht auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruhen, ist auf den dreifachen Reisepreis beschränkt. Diese Haftungshöchstsumme gilt jeweils je Kunden und Reise. Möglicherweise darüber hinausgehende Ansprüche im Zusammenhang mit Reisegepäck nach dem Montrealer Übereinkommen bleiben von der Beschränkung unberührt.

10.3 Der Reiseveranstalter haftet  nicht für Leistungsstörungen, Personen- und Sachschäden im Zusammenhang mit Leistungen, die als Fremdleistungen lediglich vermittelt werden (z.B. Ausflüge, Sportveranstaltungen, Theaterbesuche, Ausstellungen,  Beförderungsleistungen  von  und zum  ausgeschriebenen  Ausgangs-  und  Zielort), wenn diese Leistungen in der Reiseausschreibung und   der   Buchungsbestätigung   ausdrücklich   und unter Angabe des vermittelten Vertragspartners als Fremdleistungen so eindeutig gekennzeichnet werden, dass sie für den Kunden erkennbar nicht Bestandteil der Reiseleistungen des Reiseveranstalters sind.

Der Reiseveranstalter haftet jedoch

a)  für  Leistungen,  welche  die  Beförderung  des Kunden  vom  ausgeschriebenen Ausgangsort  der Reise zum ausgeschriebenen Zielort, Zwischenbeförderungen während der Reise und die Unterbringung während der Reise beinhalten,

b)   wenn   und   insoweit   für   einen   Schaden   des Kunden die Verletzung von Hinweis-, Aufklärungs-oder Organisationspflichten des Reiseveranstalters ursächlich geworden ist.

 

11. Ausschluss von Ansprüchen

Ansprüche wegen nicht vertragsgemäßer Erbringung der Reise hat der Kunde innerhalb eines Monats nach dem vertraglich vorgesehenen Zeitpunkt der Beendigung der Reise geltend zu machen.  Die  Geltendmachung  kann  fristwahrend nur gegenüber dem Reiseveranstalter unter der nachfolgend angegebenen Anschrift erfolgen: Homburger Straße 69 A, 61118 Bad Vilbel. Nach Ablauf der Frist kann der Kunde Ansprüche nur geltend machen, wenn er ohne Verschulden an der Einhaltung der Frist verhindert worden ist.

Diese  Frist  gilt  auch  für  die  Anmeldung  von  Gepäckschäden  oder Zustellungsverzögerungen  beim Gepäck im Zusammenhang mit Flügen gemäß Ziffer 9.3. wenn Gewährleistungsrechte aus den §§ 651 c Abs. 3, 651 d, 651 e Abs. 3 und 4 BGB geltend gemacht werden.

12. Verjährung

12.1   Ansprüche des Kunden nach den §§ 651 c bis f BGB aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder  der  Gesundheit,  die  auf  einer  vorsätzlichen oder fahrlässigen Pflichtverletzung des Reiseveranstalters oder  eines  gesetzlichen Vertreters oder Erfüllungsgehilfen des Reiseveranstalters  beruhen,  verjähren  in  zwei Jahren. Dies gilt auch für Ansprüche auf den Ersatz sonstiger Schäden, die auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung des Reiseveranstalters oder  eines  gesetzlichen Vertreters oder Erfüllungsgehilfen des Reiseveranstalters beruhen.

 

12.2  Alle übrigen Ansprüche nach den §§ 651 c bis f BGB verjähren in einem Jahr.

 

12.3 Die Verjährung nach Ziffer 12.1 und 12.2 beginnt mit dem Tag, der dem Tag des vertraglichen Reiseendes folgt.

 

12.4    Schweben zwischen dem Kunden und dem Reiseveranstalter Verhandlungen  über  den Anspruch oder die den Anspruch begründenden Umstände, so ist die Verjährung gehemmt, bis der Kunde oder der Reiseveranstalter die Fortsetzung der Verhandlungen verweigert. Die Verjährung tritt frühestens drei Monate nach dem Ende der Hemmung ein.

 

13. Informationspflichten über die Identität des ausführenden Luftfahrtunternehmens

Die  EU-Verordnung  zur  Unterrichtung  von  Fluggästen  über  die  Identität  des  ausführenden Luftfahrtunternehmens verpflichtet den Reisever- anstalter, den Kunden über die Identität der ausführenden  Fluggesellschaft  sämtlicher im Rahmen der gebuchten Reise zu erbringenden Flugbeförderungsleistungen bei der Buchung zu informieren. Steht   bei   der   Buchung   die  ausführende   Fluggesellschaft  noch  nicht  fest,  so  ist  der  Reiseveranstalter verpflichtet, dem Kunden die Flug- gesellschaft bzw. die Fluggesellschaften zu nennen, die wahrscheinlich den Flug durchführen wird bzw. werden. Sobald  der  Reiseveranstalter  weiß,  welche Fluggesellschaft den Flug durchführen wird, muss er den Kunden informieren. Wechselt die   dem Kunden als ausführende Fluggesellschaft   genannte   Fluggesellschaft,   muss der  Reiseveranstalter  den  Kunden  über  den Wechsel informieren. Er muss unverzüglich alle angemessenen Schritte  einleiten,  um sicherzustellen,   dass   der   Kunde   so   rasch   wie möglich über den Wechsel unterrichtet wird.

Die „Black List“ ist auf folgender Internetseite abrufbar: http://air-ban.europa.eu.

 

14.Pass-, Visa- und Gesundheitsvorschriften

14.1  Der Reiseveranstalter wird Staatsangehörige eines Staates der Europäischen Gemeinschaft, in dem die Reise angeboten wird, über Bestimmungen von Pass-, Visa- und Gesundheitsvorschriften vor Vertragsabschluss sowie über deren evtl. Änderungen vor Reiseantritt unterrichten. Für Angehörige anderer Staaten gibt das zuständige Konsulat Auskunft. Dabei wird davon ausgegangen, dass   keine   Besonderheiten   in   der   Person   des Kunden und eventueller Mitreisender (z. B. Doppelstaatsangehörigkeit, Staatenlosigkeit) vor- liegen.

 

14.2 Der Kunde ist verantwortlich für das Beschaffen und Mitführen der behördlich not- wendigen Reisedokumente, eventuell erforderliche Impfungen sowie das Einhalten von Zoll- und Devisenvorschriften. Nachteile, die aus dem Nichtbefolgen dieser Vorschriften erwachsen, z. B. die Zahlung von Rücktrittskosten, gehen zu seinen Lasten. Dies gilt nicht, wenn der Reiseveranstalter nicht, unzureichend oder falsch informiert hat.

 

14.3   Der Reiseveranstalter haftet nicht für die rechtzeitige Erteilung und den Zugang notwendiger Visa durch die jeweilige diplomatische Vertretung, wenn der Kunde ihn mit der Besorgung beauftragt hat, es sei denn, dass der Reiseveranstalter eigene Pflichten schuldhaft verletzt hat.

 

15. Rechtswahl und Gerichtsstand

15.1     Auf  as Vertragsverhältnis zwischen dem Kunden und dem Reiseveranstalter findet aus- schließlich deutsches Recht Anwendung. Dies gilt auch für das gesamte Rechtsverhältnis.

 

15.2   Soweit bei Klagen des Kunden gegen den Reiseveranstalter im Ausland für die Haftung des Reiseveranstalters  dem  Grunde  nach nicht deutsches Recht angewendet wird, findet bezüglich der Rechtsfolgen, insbesondere hinsichtlich Art, Umfang und Höhe von Ansprüchen des Kunden ausschließlich deutsches Recht Anwendung.

 

15.3  Der Kunde kann den Reiseveranstalter nur an dessen Sitz verklagen.

 

15.4   Für Klagen des Reiseveranstalters gegen den Kunden ist der Wohnsitz des Kunden maßgebend. Für Klagen gegen Kunden, bzw. Vertragspartner des Reisevertrages, die Kaufleute, juristische Personen des  öffentlichen  oder  privaten  Rechts oder Personen sind, die Ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen  Aufenthaltsort  im  Ausland  haben, oder deren Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt im Zeitpunkt der Klageerhebung nicht bekannt ist, wird als Gerichtsstand der Sitz des Reiseveranstalters vereinbart.

 

15.5 Die vorstehenden Bestimmungen über die Rechtswahl und den Gerichtsstand gelten nicht,

a)  wenn  und  insoweit  sich  aus  vertraglich  nicht abdingbaren Bestimmungen        internationaler Abkommen, die auf den Reisevertrag zwischen dem Kunden und dem Reiseveranstalter anzuwenden sind, etwas anderes zugunsten des Kunden ergibt oder

b)   wenn   und   insoweit   auf   den   Reisevertrag anwendbare, nicht abdingbare Bestimmungen im Mitgliedstaat der EU, dem der Kunde angehört, für den Kunden günstiger sind als die Regelungen in diesen Reisebedingungen oder die anwendbaren deutschen Vorschriften.

 

Hinweis zur Kündigung wegen höherer Gewalt

Zur  Kündigung  des  Reisevertrages  wird  auf  die gesetzliche Regelung im BGB verwiesen, die wie folgt lautet: „§ 651 j:

(1)  Wird  die  Reise  infolge  bei  Vertragsabschluss nicht voraussehbarer höherer Gewalt erheblich erschwert,  gefährdet oder beeinträchtigt,  so können sowohl der Reiseveranstalter als auch der Reisende den Vertrag allein nach Maßgabe dieser Vorschrift kündigen.

(2) Wird der Vertrag nach Absatz 1 gekündigt, so

finden die Vorschriften des § 651 e Abs. 3 Sätze 1

und 2, Abs. 4 Satz 1 Anwendung. Die Mehrkosten für die Rückbeförderung sind von den Parteien je zur Hälfte zu tragen. Im Übrigen fallen die Mehrkosten dem Reisenden zur Last.“

 

© AST African Special Tours GmbH (NOV 2014)_